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12. Kinder-Universität Viadrina 2016

Woher kommen Gefühle?

mit Christa Madel, Leiterin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Caritas Frankfurt (Oder)

„Wie fühlt ihr euch?“ begrüßte Frau Madel die Teilnehmer der 3.Vorlesung der 11.Kinderuniversität. Heute fühlten sich die meisten von euch jedenfalls gut und das konnte man auch am Gesichtsausdruck oder am Körperausdruck erkennen. Doch ganz so einfach ist das nicht mit allen Gefühlen. Manche Gefühle wirken, ohne dass wir es merken, erklärt Frau Madel. Das ist z.B. so, wenn das Auge ein Bild aufnimmt, um es in ein Gefühl umzuwandeln. Um das besser zu erklären, hatte die Dozentin Emma mitgebracht. Emma ist eine Schlange (aus Stoff) und ruft unterschiedliche Gefühle hervor: von ängstlich bis lustig. Was nun passiert, hat mit dem Gehirn zu tun, genauer gesagt-mit den 3 Hirnen des Menschen, die sich in vielen Jahren entwickelt haben. Die älteste Entwicklungsstufe ist das Reptiliengehirn (Stammhirn), es ist für die Erhaltung der Grundfunktionen wie die Atmung, die Regulation des Herzschlages, der Nahrungsaufnahme zuständig. Danach entwickelte sich das Säugetiergehirn (oder Zwischenhirn), es ist der Sitz unserer Grundgefühle wie Hunger und Durst und  seiner Hilfe kann der Mensch sich an jüngste Vorkommnisse erinnern. Der hochentwickeltste Teil ist das denkende Hirn (oder Großhirn). Es versetzt uns in die Lage, zu denken, sprechen, lesen, planen, Dinge lange zu speichern und mehr.

Was passiert also, wenn wir ängstlich sind? Woher  weiß das Gehirn nun, ob eine Situation gefährlich ist? Dazu gibt es im Gehirn den Thalamus, den Wächter. Es ist immer auf Lauerstellung und passt auf, ob etwas passiert, auch nachts. Und wenn etwas passiert, dann sendet er an den Amygdala ein Bild, der verarbeitet dieses  zu einem Signal über die Größe der Gefahr. Es entsteht ein Angstgefühl. Puhh, das ist ganz schön kompliziert!

Beim Thema Grundgefühle (Interesse, Angst, Wut, Trauer, Freude) dagegen wussten die Kinder schon ganz gut Bescheid und konnten viele Beispiele nennen, welche weiteren Gefühle dazu zählen. Und diese Gefühle gibt es in der ganzen Welt und man kann sie ohne Worte erkennen! Das hat Frau Madel mit euch in einem Ratespiel gleich getestet und euch dann auch noch erklärt, wie man mit seinem denkenden Hirn das Reptilienhirn besiegt und einen Streit schlichten kann.

Das Menü: „Nuggets trauriger Hähnchen mit fröhlichem Buttergemüse und Pommes frusts, dazu ein Freuden-Getränk“

© Fotos: Heide Fest, Pressestelle
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