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Writing Fellows über Writing Fellows

Anne Kirschbaum berichtet über ihre ersten Erfahrungen als Writing Fellow.
wf_schreibt ©Katrin Girgensohn

Das Programm bietet den Writing Fellows unmittelbaren Einblick in die Anforderungen an  Lehrende im universitären Kontext und die Schreibprozesse von Studierenden. Dieses Lernmodell erlaubt es den Writing Fellows durch andere studentische Texte neue Ideen für den eigenen Schreibprozess zu gewinnen. Sie lernen weiterhin als Vermittelnde zwischen Dozierenden und Studierenden ihre eigenen kommunikativen Stärken und Schwächen kennen und erlangen wichtige soziale Kompetenzen.

Hier einige Stimmen aus dem Team zur Motivation als Writing Fellow zu arbeiten:

„Als Writing Fellow möchte ich zeigen, dass Schreiben Freude bereitet und erlernbar ist. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Textsortenwissen und Schreibkompetenz im Universitätsbetrieb häufig vorausgesetzt, jedoch nur selten gelehrt werden, möchte ich diese Lücke schließen und den Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden anregen. Denn Schreiben ist in meinen Augen ein aktiver und kommunikativer Prozess, der überall verortet sein kann, sicherlich jedoch nicht im „stillen Kämmerlein“.“ (Jana)

 „Wenn ich von mir ausgehe, ist es vor allem der Wunsch, selbst Neues zu lernen. Ich finde es toll, immer neue Menschen zu treffen. Im Falle des Jurakurses sind das auch wirklich Leute, mit denen ich sonst nie ins Gespräch gekommen wäre. Außerdem lerne ich Dinge, von denen ich in meinem Studienfach so nichts mitbekommen hätte: Jetzt weiß ich z.B., wie man ein Gutachten schreibt, wie es sich von der Textsorte Urteil unterscheidet oder was in juristischem Sinne der Unterschied zwischen Intim- und Privatspäre ist. Spannend, aber auch so speziell, dass ich mich ohne das WF-Programm nie damit auseinandergesetzt hätte. Toll ist auch, dass ich im Rahmen des WF-Programms Verantwortung übernehmen kann - das ist oft anstrengend, dafür kann ich aber selbstbestimmt arbeiten und das Hochgefühl, wenn es gut läuft ist nochmal größer. Ich glaube ich bin durch das Projekt schon ein bisschen offener und belastbarer geworden.“ (Anne)

„Ich habe mich als WF beworben, weil ich es sehr spannend fand, in so engem Zusammenwirken mit den Profs zu arbeiten. Im Vergleich zu der Schreibberatung, wie sie bei uns als freiwilliges Angebot für alle Studierenden angeboten wird, stellt das WF Programm sicher, dass deren Kursteilnehmende auch wirklich alle ein Feedback auf ihre Schreibaufgaben vonseiten der Writing Fellows erhalten. Außerdem habe ich mir von der zweigeteilten und sehr intensiven Betreuung erhofft, selbst einiges davon zu lernen. So habe ich im Laufe des Programms z.B. erkannt, wie wichtig und hilfreich es ist, über die eigene Arbeit zu sprechen, um seine Schreibkompetenzen auszubauen.“ (Maike)

“Meine Motivation für die Arbeit als WF rührt daher, dass ich gerne mit Texten arbeite und mich gerne mit dem Schreiben beschäftige. Ich selbst kann durch die Arbeit als WF ganz viel für mein eigenes Schreiben lernen. Mich überzeugt außerdem der Peer-Grundsatz: “Lernen auf Augenhöhe”. Ich habe dabei sehr positive Lernerfahrungen gemacht und finde es gut, wenn mehr solcher Lernmöglichkeiten geschaffen werden.
Spannend ist für mich auch, dass ich als “Vermittlerin” zwischen Dozierenden und Studierenden einen Einblick in die Arbeit beider Seiten bekomme. Durch die  Arbeit als WF komme ich in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen, so dass ich auch soziale und kommunikative Kompetenzen vielseitig weiterentwickeln kann.” (Alma)

 “Andere Studierende zu unterstützen, indem ich als eine Art Wegweiser durch den Dschungel des akademischen Schreibens agiere, empfinde ich als ein sehr wichtiges Angebot an unserer Uni. In den USA ist das Konzept schon lange erfolgreich. Es ist aufregend, dass wir es nun auch in Deutschland Schritt für Schritt umsetzen können!“ (Juliane)