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Zentrum für Interkulturelles Lernen (ZIL)

Qualitätsinitiative Interkulturalität

interkult_web_heller ©Vogler-Lipp, Stefanie

Im September 2013 nahm die hochschul­übergreifende,  interdisziplinäre  Arbeitsgruppe  „Qualitätsinitiative  Interkulturalität“  ihre Arbeit im Rahmen eines konstituierenden Workshops in den Räumen der DFH auf.  Die Initiative hat zum Ziel, die DFH dabei zu unterstützen, die interkulturelle Qualifizierung in ihrem Netzwerk zu fördern und Programmbeauftragten wie auch Studierenden Instrumente zur spezifischen Weiterentwicklung interkultureller Kompetenz zur Hand zu geben. Ausgehend von der Verwendung von Begriffen wie „Interkulturalität“, „interkultureller Mehrwert“, „interkulturelle Kompetenz“ etc. im Kontext der DFH soll auf Basis einschlägiger Ergebnisse der Interkulturellen Kommunikationsforschung eine Begriffsklärung für die interne wie externe Kommunikation erfolgen. Weiterhin sollen im DFH-Netzwerk vorhandene Erfahrungen und Kompetenzen auf dem Gebiet des interkulturellen Lernens und Trainings in deutsch-französischen bzw. trinationalen Studiengängen („bonnes pratiques“) gebündelt und den DFH-Studiengängen in Form von Empfehlungen und Materialien zur Verfügung gestellt werden, damit die Kooperationen ihre Studierenden gezielt unterstützen und fördern können. DFH-Studierende sollen damit zum kompetenten Umgang mit Interkulturalität und den damit verbundene Konzepten befähigt werden, so dass der interkulturelle Mehrwert eines DFH-Studiums damit für den Eintritt in den Arbeitsmarkt noch deutlicher nutzbar ist.

Folgende Produkte sollen im Rahmen des Projekts entwickelt werden:

  • Empfehlungen bzw. Leitfäden zur internen und externen Kommunikation der DFH sowie zu Evaluationskriterien für gelungene Gestaltung von Interkulturalität
  • Interkulturelle „boîte à outils“ für Programmbeauftragte und Studierende (Leitfäden zur Sensibilisierung für IK Problemstellungen, unter Berücksichtigung der Fachkulturen)
  • Arbeitsmaterialien zum interkulturellen Lernen, die im Netzwerk der DFH dynamisch-partizipativ weiterentwickelt werden können.

Mitglieder der deutsch-französischen Arbeitsgruppe sind

  • Gundula Gwenn Hiller Hiller (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt / Oder)
  • Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Universität des Saarlands, Saarbrücken)
  • -Prof. Dr. Christoph Vatter (Universität des Saarlands, Saarbrücken)
  • Dr. Christian Wagner (Universität des Saarlands, Saarbrücken)
  • Landry Charrier (Université Blaise Pascal, Clermont-Ferrand II)
  • Karin Dietrich Chénel (Université de Haute-Alsace, Mulhouse)
  • Anne-Marie Pailhès (Université Paris X, Nanterre)
  • Florence Duchêne-Lacroix (Université de Haute-Alsace, Mulhouse)

Weitere an der Zusammenarbeit interessierte Programmbeauftragte bzw. Lehrende in DFH-Studiengängen sollen im Rahmen von Forschungsateliers zur Erhebung bestehender Arbeiten und Materialien mit einbezogen werden.

Die Entwicklung und Erprobung der didaktischen Materialien erfolgte in Zusammenarbeit mit Studierenden. Im Rahmen der Initiative fand das Forschungsatelier „Interkulturelle Kompetenz in deutsch-französischen Studiengängen: didaktische Konzepte, Methoden, Materialien / Les compétences interculturelles dans les cursus franco-allemands: modèles didactiques, méthodes et supports d’enseignement“ am 24. und 25.2.2014 in Saarbrücken statt. Weiterhin fanden im Sommersemester 2014 an der Universität des Saarlandes und der Europa-Universität Viadrina Projektseminare mit Studierenden statt, in deren Rahmen didaktische Materialien und Filmclips erstellt wurden.

Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Inititiative war die vom 8.-10.10.14 in Saarbrücken stattfindende Sommerschule „Interkulturelle Kompetenz für DFH-Studiengänge : Erprobung und Weiterentwicklung von Materialien“, bei der Studierende aus Deutschland und Frankreich sich aktiv an der Weiterentwicklung der  Toolbox engagiert hatten.

Bei einem Abschlusstreffen in Paris-Nanterre wird sich die AG mit der DFH im Januar 2015 darüber verständigen, in welcher Form die toolbox Gestalt annehmen wird. Des weiteren ist ein Sammelband mit Beiträgen aus dem o.g. Atelier de Recherche in Arbeit.