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Zentrum für Interkulturelles Lernen (ZIL)

Critical Incidents als studentische Kurzfilme

filmreel ©Erik Malchow

Das Zentrum für interkulturelles Lernen organisiert regelmäßig Projektseminare, in der interkulturelle Themenstellungen filmisch bearbeitet werden. Die Filmclips werden auf dieser Seite präsentiert.

Wichtig: Bei den folgenden Filmen handelt es sich um studentische Arbeiten unterschiedlicher Qualität. Sie können zwar alle in interkulturellen Lehrarrangements eingesetzt werden, aber nicht ohne entsprechende Didaktisierung! Das ZIL stellt auf Anfrage Didaktisierungsvorschläge für eine Reihe von Filmen zur Verfügung. Vorschläge für die Filme aus der Produktion von 2009 sind im Sammelband Hiller/Vogler-Lipp (2010): Schlüsselqualifikation Interkulturelle Kompetenz an Hochschulen enthalten.

Die Projekte:

Kurzfilm-Projekt im Rahmen der Qualitätsinitiative Interkulturelle Kompetenz an der DFH 2014 (Veröffentlichung der Filme nach Freigabe)

Das Seminar widmete sich dem Forschungsfeld deutsch-französischer Hochschulkontext, beleuchtete verschiedene interkulturellen Forschungszugänge zu diesem Feld, und stellte schließlich die Frage, welche didaktischen Implikationen entsprechende Forschung mit sich bringt. Die Studierenden sollten eigene Erfahrungen reflektieren, aber auch interkulturelle Herausforderungen deutsch-französischer Studiengänge erforschen und im Anschluss daran gemeinsam überlegen, in welcher Form die Ergebnisse operationalisierbar sind für verschiedene AkteurInnen (Studierende, Lehrende). Hieraus entstand eine Sammlung von Critical Incidents (= aus interkultureller Sicht kritische Interaktionssituationen), die im Anschluss daran im Sinne von anwendungsorientierter Forschung in didaktische Materialien überführt wurden.

  • bref. en Allemagne (2:32) (ArbeitsblattIm Film "bref. en Allemagne" schildert die Studentin Stéphanie ihren ersten Tag als Erasmus-Studentin in Frankfurt (Oder) und geht dabei mit Witz auf (stereo-)typische Kontaktsituationen zwischen deutschen und französischen Studierenden sowie den Uni-Alltag in Deutschland ein.

  • Gardinenpredigt (5:22) (ArbeitsblattDeutsche Studierende kritisieren den Dozenten offen in einer Vorlesung, woraufhin es zur Aussprache mit einer Kollegin kommt. Lehr- und Lerngewohnheiten in Deutschland und Frankreich werden hier gegenübergestellt.
  • DFH News  (11:11) (ArbeitsblattDie "DFH-News" untersuchen den Fall der französichen Elitestudentin Camille Martin, die kurz davor ist, ihr Studium abzubrechen. Gravierenden Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Hoschschulsystem veranlassen sie dazu. In einem Experteninterview wird außerdem auf die unterschiedlichen Studienstrukturen und formale Differenzen in der Gestaltung von Hausarbeiten eingegangen.

 

  "Critical Incidents Studierende - Mitarbeitende" - Kurzfilm-Projekt im Rahmen von Peernet 2012

 Das Seminar "Das Medium Film im interkulturellen Training" im Sommersemester 2012 zur  Erstellung weiterer fünf interkulturellen Kurzfilme stellt ein Folgeprojekt im Rahmen des Peernet–Programms dar. Der Ansatz unterschied sich hier geringfügig, da die Zielgruppe der geplanten Trainingsfilme Mitarbeitende von Hochschulen sein sollten, während es im vorherigen Projekt um die interkulturelle Weiterbildung von Studierenden ging.  

  • Tandem gesucht (9:17) von Bianca Baumann, Theresa Brüheim, Isabel Härdtle und Katharina Puche (Arbeitsblatt): Der Kurzfilm “Tandem gesucht” handelt von dem deutschen Studenten Martin (Peter Britz) auf der Suche nach einer italienischen Tandem-Partnerin. Im Film werden interkulturelle Aspekte wie Proximität, Kollektivismus und Ambiguitätstoleranz angesprochen und bildlich, teils lustig, in Szene gesetzt. 
  • Besprechung mit einem Finnen (8:18) von Sara Bonin, Justine Schega und Lauri Turpeinen (Arbeitsblatt): Im Film “Besprechung mit einem Finnen” thematisieren die Studierenden Unterschiede in der Kommunikation zwischen Deutschen und Finnen. Im Film ist eine Universitätsmitarbeiterin geradezu verzweifelt, als sie vom finnischen Studenten nur sehr magerere Auskünfte auf eine Frage bekommt. Auch der finnische Student fühlt sich unverstanden, was bei einer anschließenden Videokonferenz mit einer finnischen Freundin zum Ausdruck kommt.
  • Dreifach International (8:03) von Georg Göschl, Simeone Jacob und Helena Wöhl Coelho (Arbeitsblatt folgt): In “Dreifach international” werden die Werdegänge der Studierenden des trinationalen Masterstudiengangs Medien, Kommunikation, Kultur (MKK) Georg Göschl (Österreich), Simeone Jacob (Bulgarien) und Helena Wöhl Coelho (Brasilien) Strategien der Bewältigung interkultureller Missverständnisse erläutert. Die drei Studierenden erlebten in Deutschland unterschiedliche bürokratische und kulturelle Besonderheiten und schildern diese beispielhaft.
  • Kulturell sensibel (Arbeitsblatt folgt) Die Dokumentation der Mitarbeiter-Interviews “Kulturell sensibel” zeigt, wie Mitarbeiter der Universität mit internationalen Studierenden umgehen und welche Strategien sie entwickelt haben, diese kompetent zu beraten. Hier schildern Mitarbeiter des internationalen Büros der Europa-Universität Viadrina Worst- und Best-Case Szenarien, die sie mit internationalen Studierenden erlebt haben und geben dem Zuschauer eine Bandbreite an mögliche Situationen sowie wertvolle Tipps im Umgang mit Interstudies. Die Interviews wurden von den Studentinnen Tina Schmitt und Charlotte Stromberg vorbereitet.
  • Ein Raum für Naim von Baptiste Courcier, Moundim Lambach, Thomas Scirpo und Alexandre Sejourne (Arbeitsblatt folgt): Die vier französischen Studenten schildern in dem Film in überzogener und teils komischer Art und Weise, welche Probleme sich bei der Wohnungssuche in einer fremden Stadt in einem fremden Land für einen ausländischen Studierenden ergeben können und geben somit einen guten Einblick in die Sichtweise eines Erasmus-Studenten.

   

Kurzfilm-Projekt im Rahmen von Peernet 2009

Im Praxisseminar, das im SS 2009 stattfand sollten Critical Incidents (Kritische interkulturelle Interaktionssituationen) von Studierenden reflektiert und verfilmt werden. Während des Seminars wurden die notwendigen theoretischen Grundlagen erarbeitet und anschließend  vier Critical Incidents zur filmischen Umsetzung ausgewählt. Die Dreharbeiten fanden in internationalen Kleingruppen statt, wobei die Kameraführung von der Seminarleitung (Erik Malchow) übernommen wurde. Folgende Filme (in englischer Sprache) sind entstanden und können als Schulungsmaterialien in interkulturellen Trainings eingesetzt werden, Didaktisierungsvorschlaege zu den filmischen Critical Incidents sind beigefuegt: