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Zentrum für Interkulturelles Lernen (ZIL)

Viadrina Voices: Folge mit Fabio

Leben im Ausland

Fabio - von Elena interviewt (auf Deutsch, 8:20 min)

  •  „Sich aus seiner Komfortzone rauszubewegen, war für mich mit die schönste Sache“
  • „Neue Geschmäcker auszuprobieren, neue Menschen kennenzulernen, neue Orte zu entdecken, Pflanzen zu sehen, die man nicht kannte, neue Gerüche, neue Klänge – all dieses Neue immer und immer wieder, das find ich das aller-, allerschönste – auch wenn es, wie gesagt, nicht immer leicht ist“

Fabio, Student der Kulturwissenschaften, erzählt uns in dieser Episode von seinem Leben im Ausland. Er teilt nicht die Herausforderungen des alltäglichen Lebens mit uns, sondern gibt auch einen Einblick in sein Studium in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Für all diejenigen unter Euch, die ebenfalls ein Auslandssemester planen, ist diese Folge sehr empfehlenswert. Viel Spaß beim Hören!

Zusammenfassung des vollständigen Podcasts

In dieser Episode des Podcasts „Viadrina Voices“ berichtet Fabio, Student der Kulturwissenschaftlichen Fakultät, von seinen Auslandserfahrungen, insbesondere von seinem Leben in Kolumbien.

Zu Beginn der Folge sagt Fabio, dass er bereits im Rahmen von zwei Austauschprogrammen während der Schulzeit mehrere Wochen in den Niederlanden und in Spanien verbrachte. Außerdem bereiste Fabio nach seinem Abitur Südostasien. Als „Leben“ im Ausland würde er das dennoch nicht definieren, da er sich an keinem der Orte für sein Empfinden richtig einleben konnte. Sein Auslandssemester in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, war für Fabio der Anlass, dass er sich das erste Mal für ca. 5 Monate an ein und demselben Ort im Ausland einleben konnte.

Der nachfolgende Teil dreht sich um die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen sich Fabio während seines Lebens in Bogotá konfrontiert sah. Fabio beschreibt, dass es nicht die eine Schwierigkeit für ihn gab, sondern dass es für ihn viele Situationen gab, die er als schwierig wahrgenommen hatte. Dennoch sieht er das als keinen Nachteil an, sondern findet, dass er durch eben diese Schwierigkeiten und Herausforderungen gewachsen ist. Anschließend teilt Fabio drei beispielhafte Ereignisse mit, die er persönlich als schwierig einstufte.

Er beginnt mit der Gruppenarbeit im universitären Kontext. Fabio erklärt, dass sich während der Gruppenarbeiten herauskristallisierte, dass die Vorstellungen der Gruppenmitglieder von der gemeinsamen Arbeit voneinander abwichen. Dies bedingte Konfrontationen. Reflektierend betrachtet, glaubt er, dass diese Konfrontationen durch Kommunikationsprobleme bedingt waren und durch eine intensivere Kommunikation unter den Gruppenmitgliedern vermieden hätten können.

Eng damit verbunden ist Fabios zweites Beispiel: die Sprache. Obgleich Fabio Spanisch bereits beherrscht und während seines Auslandssemester seine Sprachkenntnisse ausbauen konnte, war er dennoch vereinzelt mit Verständnisschwierigkeiten konfrontiert, z.B. in Seminaren, an denen nur Muttersprachler*innen teilnahmen. Um die Lehrveranstaltung nicht zu stören, fragte Fabio bspw. in Seminaren bei Verständnisschwierigkeiten oftmals nicht nach. Das bedingte, dass er auf der sprachlichen Ebene Lehrveranstaltungen nicht immer zu 100% verstand.

Als drittes Beispiel nennt Fabio das Essen. Fabio ernährt sich eigentlich vegetarisch, hat für seine Zeit in Kolumbien aber seinen Ernährungsstil angepasst, da es einerseits ein mangelndes Angebot an vegetarischen Gerichten gab oder es vorkam, dass nicht-vegetarische Gerichte als vegetarisch definiert wurden. Er persönlich erachtete es deswegen als einfacher seine Ernährung anzupassen. Basierend auf seinen Erfahrungen gibt Fabio den Hörer*innen mit, dass es sein kann, dass bestimmte Ernährungsstile im Auslandssemester auf die Probe gestellt werden können.

Moderatorin Elena will im Anschluss von Fabio wissen, was ihm an seinem Leben im Ausland am besten gefiel. Fabio sagt, dass die zuvor genannten Herausforderungen und Schwierigkeiten für ihn das Leben im Ausland ausmachten. Seiner Meinung nach gehört das Schwierige ganz essentiell zu der Auslandserfahrung dazu. Und genau das war auch die schönste Sache für Fabio: seine Komfortzone zu verlassen und schwierige Situationen zu meistern. Darüber hinaus stuft Fabio die sprachlichen Fortschritte, die er machen konnte, sowie all die neuen Erfahrungen, die er sammeln durfte, z.B. neue Menschen kennenlernen, neue Gerüche, Klänge und Geschmäcker als positiv ein. Zusammenfassend sagt Fabio, dass all die neuen Eindrücke Tag für Tag, ob schwierig oder einfach, sein Leben im Ausland zu einer schönen Zeit machten.