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Stabsstelle Diversitymanagement

Vielfalt gestalten - Diversity Audit an der Viadrina

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Seit Herbst 2018 nimmt die Viadrina am Diversity-Auditierungsverfahren des Stifterverbandes teil.

Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die daran teilnehmenden Hochschulen selbst entscheiden, welche inhaltlichen Ziele sie innerhalb des zweijährigen Auditierungsverfahren erreichen wollen. Die Viadrina hat für sich zwei Hauptziele identifiziert:

  1. Um gleiche Zugangs- und Erfolgschancen unabhängig von sozialen zugeschriebenen Merkmalen gewährleisten zu können, bedarf es der Identifizierung von Diskriminierungspotenzialen, mithin der Untersuchung von Strukturen und Prozessen.
  2. Im Rahmen einer Organisationsentwicklung geht es um die Entwicklung  einer familienfreundlichen und diversitätssensiblen Lern-, Lehr-, Wissenschafts- und Arbeitskultur.

Mit diesen Zielen wird deutlich, dass wir innerhalb des Verfahrens den Fokus sowohl auf Studierende als auch auf Mitarbeitende richten.

Was passiert innerhalb des Auditierungsverfahrens?

Mit der der Auditorin (Fr. Dr. Lisberg-Haag, Bonn) und der Steuerungsgruppe, in der unter anderem die Hochschulleitung, die Verwaltung, die Fakultäten und Studierende repräsentiert sind, sind Themenbereiche definiert worden, die von Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Zu ihnen gehören:

  • Antidiskriminierung, insb. die Etablierung eines Verfahrens bei Vorfällen sowie die Berücksichtigung der Belange von trans* und inter* Personen,
  • diversitätssensible Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten und ein diversitätsorientiertes Personalentwicklungskonzept für das nichtwissenschaftliche Personal,
  • diversitätsorientierte Studierendengewinnung und -bindung, Diversität in der Lehre und die Sensibilisierung für Diversity auf dem Campus.

Hierzu arbeiten verschiedene Untergruppen, die offen für Interessierte sind. Die Arbeit in den Gruppen wird so gut wie möglich mit laufenden Viadrina-Projekten (z.B. Marketing) verzahnt.

Woran genau arbeiten die Gruppen und wie werden Fortschritte festgestellt?

Bisher fanden drei Workshops der Steuerungsgruppe statt. Innerhalb des dritten (von insgesamt fünf Workshops) haben sich die Gruppen Maßnahmen überlegt, die sie durchführen wollen. Dazu gehören beispielsweise der Erlass einer Antidiskriminierungsrichtlinie oder der Entwurf des genannten Personalentwicklungskonzeptes. In dem vierten Workshop, der im Abstand von mindestens zehn Monaten nach dem dritten Workshop stattfinden wird, werden wir eine erste „Bilanz“ ziehen können. Damit besteht die Gelegenheit, gegebenenfalls nachzusteuern.

Was kann das Ergebnis am Ende des Auditierungsverfahrens aussehen?

Im Idealfall führen wir die von uns gewählten Maßnahmen durch, erreichen unsere Ziele und werden dafür vom Stifterverband zertifiziert. Wir haben nach zwei Jahren genug Material sammeln können, um eine Diversity-Konzept für die Viadrina zu erarbeiten und wir haben ein Anteil daran, dass sich die Viadrina zu einem diskriminierungsfreien Raum entwickelt. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass wir innerhalb des Verfahrens einige Maßnahmen erfolgreich auf den Weg bringen können, aber längst nicht alle Ziele erreichen. Denn für eine Organisationsentwicklung bedarf es eines längeren Zeitraumes als nur zwei Jahre. Und damit ist eines ebenso sicher: Nach dem Auditierungsverfahren ist die Arbeit nicht beendet, sondern geht weiter!

Kann ich selbst einen Beitrag leisten?

Das Verfahren ist partizipativ angelegt und jede Art von Beteiligung ist willkommen. Das heißt, dass es prinzipiell jederzeit möglich ist, sich einer Arbeitsgruppe anzuschließen. Hochwillkommen und dankbar werden entgegen genommen: Kommentare (auch kritische!), Ideen und Anregungen jeglicher Art! Bitte richten Sie Ihre E-Mail an dim@europa-uni.de. Wir freuen uns darüber!

 

Koordination des Diversity Audits an der Viadrina

Norbert Morach und Sahra Damus