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22.11.2018: Polnische Perspektiven auf 1968: Märzunruhen und Antisemitismus

Podiumsdiskussion: Polnische Perspektiven auf 1968: Märzunruhen und Antisemitismus

Ort: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin

Zeit: 19.00 Uhr

Es diskutieren u.a.:

Lidia Drozdzynsk, Autorin und Regisseurin (u.a. Dokumentarfilm "Unsere Vertreibung 1968", 2008) 

Dr. David Kowalski, Historiker (Berlin)

Prof. Dariusz Stola, Direktor des Polin Museum der Geschichte der polnischen Juden (Warschau)


Moderation: Katarzyna Wielga-Skolimowska (München)


Während ‘68 in der Bundesrepublik immer wieder diskutiert wurde und wird, wird der Blick auf das Geschehen in der DDR zu dieser Zeit kaum besprochen. Der Versuch eines “Sozialismus mit menschlichem Antlitz” im Prager Frühling in der Tschechoslowakei und dessen Niederschlagung mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes überdeckt meist den Blick auf antiautoritäre Haltungen, die es selbstverständlich auch in der DDR gegeben hat. Welchen Widerhall fand das ‘68 in der BRD und der Tschechoslowakei in der DDR? Wie reagierten die Bürger und wie die Staatsmacht? Inwiefern war der linke Antiautoritarismus, z.B. eines Herbert Marcuse, problematisch für die Selbstbeschreibung der DDR als Arbeiter- und Bauernstaat?