Banner Viadrina

Mentoring an der Viadrina

Programmelemente

Das 12-monatige Mentoring-Programm bietet Doktorandinnen bei ihrer beruflichen Laufbahnplanung strukturierte und professionelle Unterstützung an. Der aktuelle Durchgang läuft seit September 2016.

Das Programm setzt sich aus vier zentralen Bausteinen zusammen. Diese sind miteinander verzahnt und knüpfen an die individuellen Zielsetzungen für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung an, welche die teilnehmenden Doktorandinnen zu Programmbeginn für sich erarbeiten.

Die vier Programmbausteine beinhalten:

• eine individuelle Mentoring-Beziehung

• ein begleitendes Rahmenprogramm und ein bedarfsorientiertes Qualifizierungsprogramm (Intensivtrainings)

Vernetzung und strukturierten Peer-Austausch in Kleingruppen

• kontinuierliche Begleitung und gemeinsame Reflexion des eigenen Lernprozesses mit der Programmleiterin

Individuelle Mentoring-Beziehung

Mentorinnen und Mentoren bieten ihr berufsbiographisches Erfahrungs- und Handlungswissen an, begleiten und unterstützen die Mentees in berufsrelevanten Entscheidungsprozessen, wie der beruflichen Orientierung.

Zentrale Elemente im Mentoring sind die regelmäßigen persönlichen Gespräche mit wechselseitigem Austauschcharakter zwischen der Mentee und ihrer Mentorin oder ihrem Mentor: In selbst organisierten Treffen erfährt die Mentee von den berufsbiographischen Erfahrungen ihrer Mentorin oder ihres Mentors und erhält zudem die Möglichkeit, eigene Ideen, Vorstellungen und Fragen in einer vertrauensvollen Atmosphäre zu thematisieren. Diese Partnerschaft zeichnet sich durch Hierarchiefreiheit, individuelle Gestaltung und ihren geschützten Raum aus, wodurch Lernen und Experimentieren möglich wird.

Eine Mentorin/ein Mentor regt zur Reflexion über Karrierewege an, diskutiert Entscheidungen und Strategien und ermutigt, relevante berufliche Fähigkeiten für die Zukunft zu stärken und zu entwickeln. Weiterhin kann sie/er beispielsweise von Besonderheiten einzelner Fachkulturen berichten und die Mentee bei der Selbstpräsentation unterstützen. D.h. sie/er unterstützt und regt zur Ziel- und Lösungsorientierung an, ist aber nicht für die Umsetzung verantwortlich. Und ganz entscheidend: Eine Mentorin/ein Mentor ist weder für die Betreuung der Dissertation zuständig noch eine Jobvermittlerin/ ein Jobvermittler.

Als Mentorinnen und Mentoren fungieren v.a. berufs- und führungserfahrene Menschen aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen relevanten außeruniversitären Institutionen und Einrichtungen.

Eine Unterstützung beim Einstieg ins Tandem und beim Verlauf der Mentoring-Beziehung erfolgt durch die Programmleitung. Zudem wird ein vorbereitender Workshop angeboten.

Begleitendes Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm dient der Formalisierung und Qualitätssicherung des Mentorings. Es umfasst die Auftakt- und Abschlussveranstaltung sowie Workshops zur Programmvorbereitung und -bilanzierung. Hier wird zudem allen Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, sich kennen zu lernen, gemeinsam an anstehenden Zielen zu arbeiten, neue Themen für sich zu erschließen und sich miteinander zu vernetzen. Jedem Programmdurchlauf geht eine Vorbereitungsphase voraus, die einen Vorbereitungsworkshop (Potentialanalyse, Kompetenzcoacing und Zielfindung) für Mentees einschließt.

23. - 24. September 2016                            
Vorbereitungsworkshop für Mentees
14. - 15. Oktober 2016 Auftaktworkshop
März 2017 Halbzeitreflexion
Herbst 2017 Abschlussveranstaltung mit Zertifikatsübergabe/Auftaktveranstaltungen der neuen Mentoring-Durchgänge 2017/18
Qualifizierungsprogramm

Das Mentoring-Programm bietet den Teilnehmerinnen ein bedarfsorientiertes und zielgruppenspezifisches Qualifizierungsprogramm. Während ein- bis zweitägiger Intensivtrainings werden überfachliche berufs- und wissenschaftsqualifizierende Schlüsselkompetenzen durch professionelle Trainerinnen und Trainer gestärkt und entwickelt. Die Programminhalte werden eng auf die Bedürfnisse der Mentees abgestimmt. Doktorandinnen, deren Interesse an einer wissenschaftlichen Führungsposition (insbesondere an einer Professur) besonders ausgeprägt ist, erhalten die Möglichkeit, an geeigneten Programmbausteinen des Mentorings für Postdoktorandinnen teilzunehmen. In den Trainings haben alle Teilnehmerinnen die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an Expertinnen und Experten zu stellen und an individuellen Entwicklungsfeldern zu arbeiten.

Die Trainings umfassen beispielsweise folgende Themenbereiche:

• strategische Netzwerkanalyse und Methodenworkshop für strukturierte Peer-Vernetzung

• Kommunikation und Verhandlung

• Resilienztraining/Umgang mit Konflikten

• Rhetorik und Selbstpräsentation

• Karriereplanung und -perspektiven

• Strukturen und Karrierefaktoren (z.B. Möglichkeiten und Grenzen des Berufsfeldes Wissenschaft, Forschungsförderung, wissenschaftliches Publizieren)

 Vernetzung und strukturierter Peer-Austausch

Die Einbindung in berufliche und persönliche Netzwerke ist ein starker, karrierefördernder Faktor. Neben der Vernetzung mit ihren Mentorinnen und Mentoren können die Mentees während strukturierter Treffen deshalb in Peer-Gruppen zusätzlich stützende und motivierende Netzwerke aufbauen. Durch kollegiale Beratungsprozesse werden eigene Zielsetzungen, Vorhaben und Problemstellungen in Fragen der Karriereentwicklung gemeinsam reflektiert und Lösungen entwickelt. Eine Einführung in die Grundlagen für diese unterstützende Zusammenarbeit wird ein Workshop zur Methode der „Kollegialen Beratung“  angeboten.

Zudem sind die Teilnehmerinnen eingeladen, weitere Netzwerkaktivitäten selbst zu initiieren. Hierbei besteht z.B. die Möglichkeit, auch Expertinnen und Experten zum Austausch einzuladen, um sich interessante Themenfelder (wie z.B. berufliche Anforderungsprofile) zu erschließen.

Beratung und Begleitung

Die Programmleitung steht für die Teilnehmerinnen während der gesamten Programmlaufzeit bei Fragen und Anliegen in Beratungsgesprächen zur Verfügung und bietet darüber hinaus eine individuelle Lernbegleitung an. Gemeinsam werden gesteckte Ziele sowie der individuelle Lernprozess in persönlichen Gesprächen reflektiert.

Kinderbetreuung  

Teilnehmerinnen sowie Mentorinnen und Mentoren steht während der Programmveranstaltungen ein Kinderbetreuungsangebot zur Verfügung. Dieses wird in Kooperation mit der Familienbeauftragten realisiert.

Qualitätssicherung

Darüber hinaus hilft uns eine kontinuierliche Evaluation während des Programms, dieses nachhaltig zu verbessern und optimal an die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen  anzupassen. Die Teilnahme an der Programmevaluation ist verbindlich.

 

Portrait Franziska Boll ©Pressestelle Viadrina