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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wie fühlt sich eine „hybride Tagung“ an? – 6. Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft an der Viadrina

Die 6. Jahrestagung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft fand in diesem Jahr vom 8. bis 10. Oktober an der Viadrina statt. Ursprünglich sollte sie vor Ort, mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Plenen, Raum für Austausch und Rahmenprogramm stattfinden. Letztendlich wurde dies auch ermöglicht, mit einer Änderung: Einige Teilnehmenden waren vor Ort, andere konnten sich Online dazu schalten – eine „hybride Tagung“.

Knapp 100 Personen waren vor Ort an der Viadrina dabei, 70 Teilnehmende verfolgten die Tagung online. Auf diese Weise konnte die Internationalität der Konferenz trotz Corona-Pandemie ermöglicht werden: Mit dem virtuellen Publikum kamen die Tagungsgäste aus 18 verschiedenen Ländern.
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Fotos: Heide Fest, René Matschkowiak

Unter dem Titel „B/ORDERING CULTURES: Alltag, Politik, Ästhetik“ tauschten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über das Wechselspiel von Grenzen und Ordnungen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive aus. Unter anderem diskutierten sie über die gesellschaftlich relevanten Ebenen ihrer Forschungen in Alltag, Politik und Ästhetik – auch über die besondere aktuelle Relevanz der Kulturwissenschaften angesichts der Krise.

Die „hybride Tagung“ brachte einige Herausforderungen mit sich: zeitgleich befanden sich sowohl Zuhörerinnen und Zuhörer als auch Vortragende vor Ort und im virtuellen Konferenzraum. Mit einem vielfältigen Rahmenprogramm wurden Teilnehmende vor Ort trotz der Abstände verbunden und mithilfe einer Tagungs-App konnten auch Nicht-Angereiste die Städte Frankfurt (Oder) und Słubice ein wenig kennenlernen. Als Teil des Tagungsprogramms wurde die Ausstellung „Hostile Terrain 94“ eröffnet, die an Tote an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze erinnert.

Das Erlebnis, auch in Pandemie-Zeiten spannende Vorträge in einem Hörsaal mit anderen (wenn auch wenigen) Menschen verfolgen zu können, machte kleinere technische Pannen wett und sorgte für Vorfreude auf ein kommendes „hybrides Wintersemester“ an der Viadrina.

(Kristin Pöllmann/FA/UP)