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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gelungener Dreiklang – 16. Frankfurter Medienrechtstage

Bis zu 120 Teilnehmende diskutierten anlässlich der 16. Frankfurter Medienrechtstage vom 19. bis 21. Juni im Senatssaal zu „Aspekten des Spannungsfelds zwischen Persönlichkeitsrecht und öffentlichem Interesse“. Am zweiten Tag fand in diesem Rahmen die Auftaktkonferenz des Forschungsverbunds „Landschaften der Verfolgung“ statt.

Prof. Dr. Johannes Weberling, Leiter des Studien- und Forschungsschwerpunkts Medienrecht an der Viadrina und Organisator der Medienrechtstage, freute sich über eine erfolgreiche Tagung, bei der die Zusammenführung der drei Bereiche öffentliche Medienrechts-Vorlesung, Auftakt des Forschungsverbunds und die Diskussion aktueller Themen im Medienrecht gelungen sei. >>> weiterlesen

Fotos: Heide Fest

Zum Auftakt begrüßte Prof. Dr. Weberling die Tagungsgäste am 19. Juni im Senatssaal. Anschließend referierte der Medienrechtler Prof. Dr. Axel Beater von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald zum zivil- und medienrechtlichen Schutz von und vor anonymen Äußerungen. Der neue interdisziplinäre Forschungsverbund „Landschaften der Verfolgung“ wurde unter dem Titel „ÜberLeben in der Diktatur“ am 20. Juni ausführlich besprochen. Nach der Eröffnung durch Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal diskutierten Expertinnen und Experten aus dem Bereichen Jura, Geschichte, Literatur, Medizin, Theologie und Publizistik zu den Themenblöcken Repression, Legitimation, Bewältigung und Perspektiven der postsozialistischen Gesellschaft.

Der 21. Juni war mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung DSGVO einem aktuell virulenten Thema gewidmet. Zunächst wurde der Stand der Umsetzung in Deutschland vorgestellt, im Anschluss der Blick nach Europa gelenkt. In der letzten großen Diskussionsrunde der Tagung äußerten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Albanien, Bulgarien und Serbien zur Medienfreiheit in Südosteuropa. Es wurde deutlich, dass die DSGVO in manchen Ländern dieser Region eher zur Einschränkung der Medienfreiheit missbraucht werde und daher Anpassungen der Verordnung nötig werden. (Gunhild Genzmer)

>> Zum Logbuch-Beitrag zur Konferenz „ÜberLeben in der Diktatur“