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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wissenschaft für die Region – Viadrina und TH Wildau eröffnen Präsenzstelle in Fürstenwalde

Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Wildau hat die Viadrina am 17. September eine Präsenzstelle in Fürstenwalde eröffnet. Es ist eine von sieben Anlaufstellen brandenburgischer Hochschulen im Land, die für eine bessere Sichtbarkeit und Vernetzung von Wissenschaft in der regionalen Wirtschaft und Zivilgesellschaft sorgen sollen.

Es sind zwei ungleiche Partner, die die Präsenzstelle in Fürstenwalde eröffnen: die sozial- und geisteswissenschaftlich geprägte Universität Viadrina und die Technische Hochschule Wildau mit ihren naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Schwerpunkten. „Diese Kooperation von zwei Hochschulen, die eigentlich wenig miteinander zu tun haben, ist eine große Chance für Fürstenwalde“, sagte Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal zur Eröffnung. Sie zählte auf, dass die Viadrina unter anderem Expertise zu Mehrsprachigkeit, zivilgesellschaftlicher Konfliktmediation, Compliance und – durch die neue European New School of Digital Studies (ENS) – zur digitalen Transformation der Gesellschaft mitbringe. >>>weiterleiten

Fotos: Heide Fest

Wie das Wirken der Präsenzstelle in Fürstenwalde konkret aussehen könnte, davon hat Fürstenwaldes Bürgermeister Matthias Rudolph eine klare Vorstellung. Er betonte, die Einrichtung fülle eine immense Lücke in seiner Stadt. Angesichts eines fehlenden eigenen wissenschaftlichen Standortes sei die Eröffnung in Fürstenwalde lange erwartet worden. „Mir ist es wichtig, dass wir mit dieser Präsenzstelle ganz viele Fürstenwalder ansprechen“, sagte er. Er freue sich auf den Austausch von Wissen und Fachkräften zwischen den Hochschulen und der Region. „Mit populärwissenschaftlichen Formaten können wir zudem Bürgerinnen und Bürger zum Nachdenken und Hinterfragen anregen.“

Künftige Projekte und Formate der Präsenzstelle werden David Furmanek und Franziska Barth für die Viadrina mit einer weiteren Person besprechen, die noch von der TH Wildau bestellt wird. Arbeiten werden sie zunächst in einem Büro im Rathaus – eine Anlaufstelle mit größerer Sichtbarkeit ist in Planung.

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle ordnete die Eröffnung der Präsenzstelle in die Transferstrategie des Landes ein. 2,5 Millionen Euro gibt das Land in diesem Jahr für die Präsenzstellen aus. Für die neueste der Viadrina und der TH Wildau übergab die Ministerin vor Ort einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 587.000 Euro bis Ende 2022. Bei der Eröffnung ermutigte sie die zahlreichen Anwesenden – unter anderem aus Schulen, Unternehmen, Verwaltung und Politik – auf den ostdeutschen Wettbewerbsvorteil zu setzen, den sie in einer hohen Veränderungsbereitschaft sieht. Eine Tugend, die auch in und mit der neuen Präsenzstelle gelebt werden soll.
(FA)