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Arme schwingen zu „Gangnam Style“ – Wenn Roboter Tommy in der Kinderuni tanzt, wippt der gesamte Hörsaal

Einmal im Jahr dürfen 8- bis 13-Jährige Uniluft schnuppern: 270 Mädchen und Jungen haben am 11. März die Kinderuni besucht. Prof. Dr. Janett Mohne von der TH Wildau ließ Roboter tanzen – und die Kinder gleich dazu. Die jungen Studierenden lernten mehr über Programmiersprachen und humanoide Funktionen an Computern.

So wie Tommy die Hüfte und Arme zu „Gangnam Style“ schwingt, könnte er selbst als Mensch durchgehen. Was er zeigt, ahmen die Mädchen und Jungen in den Sitzreihen nach. Obwohl in Tommys Brust kein Herz schlägt, ist er der vibrierende Star in Hörsaal 2 des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes. Tommy ist ein humanoider Roboter: Er kann sehen, hören, sprechen, spüren, Hindernisse erkennen und sogar lachen.
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Fotos: Heide Fest

In ihrer Kinderuni-Vorlesung „Können Roboter auch lachen?“ erklärte Prof. Dr. Janett Mohnke von der Technischen Hochschule Wildau (Studiengang Telematik) den Kindern, was humanoid bedeutet. Schnell fanden sie heraus, an welchen Stellen Tommys Ohren, Augen, Mund und Tastsinn sitzen: Er spricht durch seine Ohren, sieht durch kleine Kameralöcher an Mund und Stirn, spürt Berührungen per Sensoren am Kopf, den Handaußenflächen und seinen Füßen und hört per Schallwellen mit seinem Bauch.

Nachdem die menschlichen Funktionen des etwas mehr als einen halben Meter großen Roboters geklärt waren, zeigte Janine Breßler (ebenfalls TH Wildau), wie Tommy programmiert werden muss, um einem Bewegungsablauf zu folgen: aktivieren, aufstehen, winken und zeitgleich „Hallo, wie geht’s?“ fragen und anschließend tanzen. Dafür verband die Softwareentwicklerin auf ihrem Laptop-Bildschirm Box für Box. Ein Pfeil aktivierte „Start“ und siehe da: Tommy folgte allen Befehlen. Der Jubel bei den Kindern war groß.

Zum Abschluss hatten nicht nur die Kinder Fragen über die zwei vorgeführten Roboter, auch ein Großvater reihte sich unter die Fragenden und wollte wissen, wie Tommy eigentlich mit Strom versorgt wird. Ein Akku und eine externe Stromzufuhr hauchen dem Star aus Hörsaal 2 immer wieder Leben in seine Stromkreise.

Bereits die erste Veranstaltung der Kinderuni in diesem Jahr hatte die Neugier zahlreicher Kinder geweckt. Gemeinsam mit Liane Allmann vom Deutschen Jagdverband hatten sich die Teilnehmenden auf eine tierische Pirsch zu den Wildtieren Brandenburgs begeben. Zwei weitere Veranstaltungen, die am 18. März und 25. März geplant waren, müssen aufgrund des Coronavirus ausfallen. (KH)

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