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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Utopia oder Weltuntergang? – 22. Unithea-Festival bot Zukunftsvisionen

Ein anspruchsvolles Programm hatte das Team des studentischen Theaterfestivals Unithea für dessen 22. Ausgabe vorbereitet. Unter dem Motto „5 vor 12?! – Wie tickt Deine Zukunft“ waren Besucherinnen und Besucher vom 27. bis 30. Juni aufgerufen, sich mit verschiedensten Zukunftsentwürfen auseinander zu setzen.

Zur Eröffnung am 27. Juni präsentierte das cloud theater aus Wrocław im Kleist Forum mit „tech is a being“ eine multimediale Vision vom Verhältnis Mensch-Maschine, die Hör- und Sehgewohnheiten herausforderte. Anschließend wurde der Festivalstart in der Darstellbar des Hauses zu Elektrosounds gefeiert.

Am Freitag war im Słubicer Kulturhaus SMOK eine interaktive Inszenierung der Hildesheimer Truppe edgar&allan zu erleben, welche den Klimawandel mit allen Sinnen spürbar machte. Im Kleist Forum brachte das Brachland-Ensemble die Ergebnisse ihrer internationalen Recherchen zu Menschen und Projekten auf die Bühne, welche die Welt ein Stück besser machen („Revolution – alles wird gut“). Umrahmt wurde der Abend von zwei furiosen Live-Konzerten australischer und polnischer Musiker.
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Fotos: Kevin Kobs

Am Wochenende öffnete der erste Unithea Festival-Markt in den Gerstenberger Höfen, wo neben Essen, Trinken und Musik auch Workshops, regionale Produkte und Werke lokaler Künstlerinnen und Künstler geboten wurden. Eine futuristische Schwarzlicht-Performance im Theater des Lachens, eine musikalische Diskussion aktueller Musik in der Konzerthalle sowie eine dystopische, ravelastige Untergangsvision im Kleist Forum standen am Samstag auf dem Programm. Der letzte Festivaltag bot Gelegenheit, sich mit Arti Grabowski mit dem Virus Fremdenfeindlichkeit zu beschäftigen und anschließend bei Live-Musik und Feuershow ein erfolgreiches Festival gebührend zu feiern.

Das Unithea-Festival wird jährlich veranstaltet und über zwei Semester in einem Praxisseminar des Lehrstuhls Kulturmanagement vorbereitet. Die diesjährige Gruppe von knapp 20 Studierenden wurde von einem dreiköpfigen, ebenfalls studentischen Leitungsteam geführt. Die Festivalmacher konnten sich 2019 neben starken Partnerinnen und Partnern in der Doppelstadt über knapp 1.900 Gäste bei den rund 20 Veranstaltungen freuen. (Gunhild Genzmer)