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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Einladung zur Neuentdeckung Frankfurts – Fotografie-Ausstellung zeigt „zweimal Frankfurt“

Ein Brunnen vor einem Hochhaus am Frankfurter Kaiserplatz neben einem Brunnen vor einem Hochhaus am Frankfurter Stiftsplatz. Wohnhochhäuser neben Bürohochhäusern. Nächtliche Lichter am Main und an der Oder. Diese Gegenüberstellungen zeigt die Fotoausstellung „Zweimal Frankfurt – Über Städte und Grenzen“ von Lars Wiedemann, die am 21. Mai im Gräfin-Dönhoff-Gebäude eröffnet wurde.

„Die Fotografien von Lars Wiedemann sind im besten Sinne paradoxe Interventionen gegen eingeübte Sehgewohnheiten und Wahrnehmungen von Grenzen“, betonte Prof. Dr. Claudia Weber, Leiterin des Viadrina Center B/ORDERS IN MOTION, bei der Eröffnung. „Die Ausstellung ist eine Einladung zur Neuentdeckung von Frankfurt (Oder) und Frankfurt/Main.“ Das Grenzforschungsinstitut der Viadrina hat die Schau von Lars Wiedemann mit Fotografien aus den beiden Städten an die Viadrina geholt. >>>weiterlesen

 

Fotos: Christina Behrendt

Verfall und schrumpfende Regionen – so würden die Regionen im Osten Deutschlands fotografisch häufig dargestellt. Lars Wiedemann wollte etwas anderes zeigen und hielt städtebauliche Situationen in den beiden Frankfurts fest. In seiner Ausstellung zeigt er vor allem ungewöhnliche Blicke auf die Bankenstadt und die Grenzstadt und sucht dabei stets nach Gemeinsamkeiten. „Ob das klappen wird, war mir vorher gar nicht so klar“, so der Fotograf. Also legte er erstmal los, fotografierte, sichtete und stellte dann fest: „Ja, das geht. Wenn ich die Bilder nach einer Pause im Bearbeitungsprozess lange nicht angeschaut hatte, war ich selbst manchmal irritiert – welches Frankfurt war das jetzt nochmal?“ Um das zu unterstreichen, gibt es mit Absicht keine Titel unter den Bildern, die den Ort der Aufnahmen sofort verraten würden.

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigte die Reaktion von Susanne Gäbel von der Sparkasse Oder-Spree, welche die Ausstellung finanziell fördert: „Ich habe mich beim Betrachten der Bilder des Öfteren gefragt: Wo ist denn jetzt überhaupt der Unterschied?“

Lars Wiedemann hofft, dass sein Projekt dazu beträgt, die beiden vermeintlich weit voneinander entfernten Städte bildlich zusammenzubringen und Stereotype aufzubrechen. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juni in der 1. und 2. Etage des Gräfin-Dönhoff-Gebäudes zu sehen und soll danach auch in der Innenstadt-Filiale der Sparkasse und in Frankfurt/Main gezeigt werden. (UP)