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Transnationale Wirtschaftskriminalität im Blick – Prof. Dr. Kilian Wegner zum Professor für Strafrecht ernannt

20210323_Ernennung-Kilian-Wegner_8964 ©Heide Fest

Prof. Dr. Kilian Wegner wurde am 23. März zum Juniorprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht berufen. Der bisherige wissenschaftliche Assistent an der Bucerius Law School in Hamburg tritt zum 1. April seine Professur an – die erste von insgesamt acht Tenure Track-Professuren an der Viadrina.

„Ich freue mich sehr über meine Berufung als Juniorprofessor und die Herausforderung, mich fortan selbstständig der Forschung und Lehre im Strafrecht zu widmen“, sagte der 1989 im mecklenburgischen Güstrow geborene Jurist anlässlich seiner Ernennung. Sein besonderes Interesse an internationalen Aspekten des Strafprozess- und Wirtschaftsstrafrechts wird er an der Juristischen Fakultät der Viadrina vertiefen – die Grenzlage kommt ihm dabei entgegen.

„Ich beschäftige mich unter anderem mit der Geldwäsche-Bekämpfung. Diese Art der Kriminalität geschieht selten nur in einem Land“, verdeutlicht er die Relevanz eines internationalen Herangehens. Sowohl der interdisziplinäre Austausch als auch die Einbindung in den europäischen Kontext sind für ihn Viadrina-spezifische Ansätze, mit denen er sich gut identifizieren kann.

An seine bisherige akademische Heimat, die Bucerius Law School, kam Kilian Wegner 2009 und wurde während seines Studiums durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. 2012 wurde er Redaktionsleiter des Bucerius Law Journal, 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bucerius Law School am Lehrstuhl für Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Strafprozessrecht von Professor Dr. Thomas Rönnau. Für seine Promotion im vergangenen Jahr beschäftigte sich Kilian Wegner mit transnationalen Sanktionsverfahren gegen Verbände.

Die Professur ist die erste von insgesamt acht Tenure Track-Professuren, die an der Viadrina im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gefördert werden. Dabei handelt es sich um Juniorprofessuren, die im Fall einer erfolgreichen Evaluation den unmittelbaren Übergang auf eine Lebenszeitprofessur vorsehen. Die Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren werden durch umfassende Personalentwicklungsangebote inklusive eines fakultativen Mentorats begleitet. Spezifische Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf treten ergänzend hinzu.
(FA/Carina Sprungk)