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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Prof. Dr. Philipp Hacker zum ersten Professor der European New School of Digital Studies (ENS) ernannt

Prof. Dr. Philipp Hacker ist der erste Professor der neu gegründeten European New School of Digital Studies (ENS). Am 1. September wurde er zum Professor für Recht und Ethik der digitalen Gesellschaft ernannt. Der 35-Jährige ist Experte für rechtliche Herausforderungen digitaler Technologien.

„Das ist ein bisschen wie Weihnachten“, umschrieb Prof. Dr. Julia von Blumenthal die Stimmung bei dieser Ernennung. Mit Prof. Dr. Philipp Hacker wird die erste von vier Professuren an der European New School of Digital Studies besetzt – und damit das intensiv vorbereitete Zukunftsprojekt der Viadrina fassbarer. Auch bei dem Juristen Prof. Dr. Philipp Hacker ist die Vorfreude auf die neue Aufgabe groß. Anlässlich der Ernennung im Präsidialbüro sagte er: „Mein Herz schlägt für interdisziplinäre Forschung im Schnittbereich von Recht, Technologie und Sozialwissenschaften. Genau das verkörpert die European New School, deshalb ist es mir eine besondere Freude, zum Aufbau dieser neuen, dynamischen Institution beitragen zu dürfen.“

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Zur Ernennung von Prof. Dr. Philipp Hacker gratulierte neben Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal auch Prof. Dr. Jürgen Neyer, Direktor der European News of Digital Studies (ENS).                  © Heide Fest


Seine Arbeit zu rechtlichen Herausforderungen digitaler Technologien – beispielsweise zur Entwicklung eines Rechtsrahmens für Trainingsdaten für Künstliche Intelligenz – möchte er verbinden mit Engagement für die Lehre und die Studierenden. Für den im November startenden ersten Studiengang der ENS – den Master of Digital Entrepreneurship (MoDE) – plant er unter anderem eine Grundlagen-Veranstaltung über die Verquickung von digitaler Technologie und juristischen Fragestellungen. Zudem ist ein Seminar zu Datenschutzrecht geplant. Ein neues Veranstaltungsformat will er mit der Reihe „Meet the founders“ etablieren, bei der Gründerinnen und Gründer „ganz unakademisch“ über ihre Erfahrungen berichten und Studierenden Einblicke in Erfolgsgeschichten aber auch Schwierigkeiten geben.

Philipp Hacker kommt von der Humboldt-Universität zu Berlin an die European New School. Dort hatte er zuletzt über rechtliche Implikationen maschinellen Lernens, insbesondere zu Fragen von Transparenz, Diskriminierung und Datenschutz geforscht. Der an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Yale Law School ausgebildete Jurist war unter anderem Experte und Gutachter für den Sachverständigenrat für Verbraucherfragen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Zudem berät er die Bundesregierung bezüglich ihres Umgangs mit Künstlicher Intelligenz. (FA)


Zu den Kontakten von Philipp Hacker und dem akademischen Team der European New School of Digital Studies