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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Recht als Teil der Kultur – Prof. Dr. Christian Becker zum Professor für Strafrecht ernannt

Prof. Dr. Christian Becker ist neuer Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie. Am 1. April wurde der Hamburger von Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal ernannt. Er folgt damit auf den gerade emeritierten Prof. Dr. Jan C. Joerden.

„Das ist eine ehrwürdige Professur, Herr Joerden ist weit über den Kreis des Strafrechts bekannt und einer der angesehensten Professoren seines Fachs“, würdigte der 1977 geborene, neue Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Christian Becker seinen Vorgänger. Prof. Dr. Julia von Blumenthal begrüßte Christian Becker mit den Worten: „Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben.“

20190401_Ernennung-C-Becker_UV_0849 ©Heide Fest

Zuletzt hatte Christian Becker eine Professur für Strafrecht an der Leibniz Universität Hannover inne. Davor hatte er nach seinem Jura-Studium an der Universität Hamburg an der Bucerius Law School geforscht und gelehrt und war nebenberuflich als Strafverteidiger tätig. Eine Vertretung führte ihn schon 2017 für ein Semester an die Europa-Universität. „Damals habe ich mich sehr wohlgefühlt. Die Ausrichtung in der Forschung entspricht dem, was ich vorhabe“, begründete er seine Rückkehr an die Viadrina. Er hat ein großes Interesse an einer Kooperation mit den Kulturwissenschaften. „Ich versuche das Recht als Teil von Kultur zu verstehen“, sagte er. Dieser Ansatz sei förderlich, um gesellschaftliche Entwicklungen in Europa und das Verhältnis von Wissenschaft und Recht zu verstehen, ist der Strafrechts-Professor überzeugt.

Die Berufung auf Lebenszeit sei der Abschluss eines langen Weges, der angesichts der schwierigen Vereinbarkeit von befristeten Verträgen und dem Familienleben mitunter auch belastend gewesen sei, schaute Christian Becker zurück, nachdem die Ernennungsurkunde unterschrieben war.  Auch als „großer Kleist-Fan“ freue er sich nun, in der Geburtsstadt des Dichters Heinrich von Kleist angekommen zu sein. (FA)