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„Gute Ideen brauchen Zeit und Sicherheit“ – Dr. Susann Worschech erhält Post-doc Preis des Landes Brandenburg

Preistraeger_190px ©MWFK des Landes Brandenburg

Viadrina-Sozialwissenschaftlerin Dr. Susann Worschech hat am 12. Dezember den Post-doc Preis 2019 des Landes Brandenburg entgegengenommen. Wissenschaftsstaatssekretär Tobias Dünow überreichte ihr in Potsdam den mit 20.000 Euro dotierten Preis für einen Artikel über Europäisierung an der Peripherie.

„Die großen Turbulenzen, die wir im europäischen Kontext derzeit beobachten, zwingen uns, Europa neu zu denken. Ich denke, hier kann und muss die Soziologie einen wichtigen Beitrag leisten; mein Text ist dafür hoffentlich ein Baustein“, sagte Susann Worschech über den ausgezeichneten Beitrag. Zudem zeige die Prämierung, wie wichtig für Forscherinnen und Forscher in der Postdoc-Phase langfristige Perspektiven seien: „Gute Ideen brauchen Zeit – und Sicherheit. Gerade in der Postdoc-Phase, in der man sich mit innovativen Beiträgen ein Forschungsfeld erschließen möchte, braucht es deshalb gute und faire Arbeitsbedingungen.“

Neben Susann Worschech wurde der Klimaforscher Dr. Niklas Boers vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ebenfalls mit dem Post-doc Preis bedacht, der in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben wurde. Staatssekretär Tobias Dünow sagte im Rahmen der Verleihung: „Das Auswahlverfahren für die diesjährigen Postdoc-Preisträger hat einmal mehr die enormen Potenziale wissenschaftlicher Talente im Land Brandenburg gezeigt. Susann Worschech und Niklas Boers haben exzellente Forschungsleistungen zu drängenden Fragen unserer Zeit vorgelegt.“

Schon im Juni dieses Jahres hatte Susann Worschech den Landeslehrpreis erhalten. Für ihre Dissertation wurde sie zudem mit dem Klaus-Mehnert-Preis 2016 der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. ausgezeichnet. Sie forscht und lehrt seit 2012 an der Europa-Universität. Ihre Forschungsarbeit konzentriert sich auf Transformationsprozesse in postsozialistischen Gesellschaften.

Seit 2007 wird der Post-doc Preis jährlich vergeben. Die Entscheidung über die diesjährigen Preisträger traf eine Jury aus zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Brandenburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden der Einstein Stiftung Berlin, Prof. Dr. Günter Stock. Die Hälfte des Preisgeldes steht der Prämierten zu privater Verfügung, mit 10.000 Euro soll die künftige Forschung gefördert werden.

Der preisgekrönte Artikel zum Nachlesen: „The 'making' of Europe in the peripheries: Europeanization through conflicts and ambivalences”
(FA)