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Viadrina-Logbuch Archiv

„Anna Wolff-Powęska beweist Kraft und Courage, in die öffentlichen Debatten einzugreifen“

Für ihre Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung ist die polnische Historikerin und Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Anna Wolff-Powęska am Europatag, am 9. Mai, mit dem Viadrina-Preis ausgezeichnet worden. „Es gibt beiderseits der Oder zu wenige Intellektuelle, die die deutsche und polnische Geschichte zusammen denken. Anna Wolff-Powęska gehört in herausgehobener Weise dazu“, betonte Prof. Dr. Heinrich Olschowsky, renommierter Slawist, Germanist und Polonist, in seiner Laudatio.

Prof. Dr. Heinrich Olschowsky hob hervor: „Anna Wolff-Powęska beweist Kraft und Courage, in die öffentlichen Debatten einzugreifen. (...) Fragen, die sie bewegen, sind von existentieller Wucht: Wie ist man ein Deutscher nach Auschwitz? Dürfen die Deutschen ihre eigenen Opfer beweinen?“, so der ehemalige Inhaber des Lehrstuhls für Polonistik an der Humboldt-Universität Berlin, der polnische Literatur in Deutschland herausgibt, übersetzt und rezensiert. Die Historikerin bedankte sich mit den Worten: „Ich fühle mich verlegen und glücklich, in den Kreis der Viadrina-Preisträger aufgenommen worden zu sein. Der Preis ist mir eine Verpflichtung, der ich nach Kräften nachkommen werde.“

Den mit 1.000 Euro dotierten Viadrina-Förderpreis erhielt das studentische Kunstfestival „ART an der Grenze“. Im Rahmen eines Praxisseminars organisieren Studierende der Europa-Universität noch bis zum 21. Mai die bereits vierte Ausgabe des dreiwöchigen Festivals. In diesem Jahr sind in den Ausstellungsräumen in der Großen Scharrnstraße Malereien aus Acryl, Öl und Pastell, Stickereien, Gipsarbeiten, Fotografien und Installationen von regionalen Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. (LW)

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Fotos. Heide Fest