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Zehn Minuten Fußweg zwischen zwei Rechtsordnungen – Monika Pierzchlewicz erhält zweiten Preis für Magisterarbeit über deutsches und polnisches Insolvenzrecht

Monika Pierzchlewicz hat den zweiten Platz im gesamtpolnischen Wettbewerb für die beste Magisterarbeit aus dem Bereich des Zivilprozessrechtes gewonnen. Die Absolventin des Deutsch-Polnischen Jurastudiums (Jahrgang 2017) und akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie nahm die Auszeichnung am 14. November in Warschau entgegen.

In ihrer Arbeit hat Monika Pierzchlewicz Prozessrechte von Insolvenzgläubigern in Polen und Deutschland verglichen. Ziel war es herauszufinden, ob Insolvenzgläubiger in Polen ausreichende Rechte haben, um ihre Forderungen von einem insolventen Schuldner in möglichst voller Höhe beglichen zu bekommen. Um diese Frage zu beantworten, sei die Analyse der deutschen Rechtslage sehr hilfreich gewesen. „Ich habe Rechtslösungen vorgeschlagen, die die Rechte der Gläubiger im Insolvenzverfahren stärken könnten“, berichtet die Juristin von dem Ergebnis ihrer Arbeit, die von Prof. Dr. Marcin Walasik von der Adam-Mickiewicz-Universität (AMU) betreut wurde.

Nicht unwesentlich für den Erfolg der Arbeit waren die Arbeitsbedingungen an der Viadrina und am Collegium Polonicum. „Ich hatte die ganze Literatur zur Hand, wenn es um beide Rechtsordnungen geht. Nur zehn Minuten zu Fuß, nur ein Grenzübertritt und ich konnte schon die andere Rechtsordnung in meiner Arbeit analysieren“, schaut Monika Pierzchlewicz zurück. Zudem habe auch das binational angelegte Studium und das damit verbundene gleichzeitige Kennenlernen zweier Rechtsysteme zu dem Preis beigetragen, ist sie überzeugt: „Schon im Studium hatte ich im Rahmen von Grundlagenseminaren die Möglichkeit, rechtsvergleichende, wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben, was mich sehr gut auf die Anfertigung meiner Magisterarbeit vorbereitet hat.“

Der Wettbewerb wird von der Wissenschaftsgesellschaft der Zivilprozessualisten (poln.: Towarzystwo Naukowe Procesualistów Cywilnych) organisiert. Der volle Titel der Arbeit von Monika Pierzchlewicz lautet ,,Prozessbefugnisse der Insolvenzgläubiger im polnischen und deutschen Insolvenzverfahren, das die Auflösung des Vermögens des insolventen Schuldners umfasst” („Uprawnienia procesowe wierzycieli upadłościowych w polskim i niemieckim postępowaniu upadłościowym obejmującym likwidację majątku upadłego”) (MG/FA)

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