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Open Science und Digitalisierung in der Polen-Forschung

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Rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen und Deutschland nahmen vom 23. bis 26. November am 4. Redaktionsworkshop der wissenschaftlichen Online-Plattform „Polenstudien.Interdisziplinär“ (www.pol-int.org) im niederschlesischen Morawa teil. Auf Einladung des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien an der Viadrina erörterten sie, wie sie ihre Forschung im Internet besser sichtbar machen können.

„Es waren vier intensive, informative und inspirierende Tage“, berichtet Katarzyna Jeż, Redaktions- und Gründungsmitglied der Online-Plattform „Pol-Int“ am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an der Viadrina. „Wir haben über die Vorzüge einer größeren Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen im Internet diskutiert und sind gleichzeitig auch auf Herausforderungen, wie etwa das Urheberrecht, eingegangen. Ein Impulsvortrag zur aktuellen Lage der polnischen Wissenschaft machte zudem Unterschiede zur deutschen Wissenschaft deutlich“, so die Sprachwissenschaftlerin. 

Der Redaktionsworkshop von „Pol-Int“ markiert den Auftakt einer Weiterentwicklung der Plattform und ihrer Ausrichtung auf Polen. Die Bedürfnisse und die Arbeitsrealität polnischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen künftig stärker berücksichtigt werden. „In Polen gibt es ein Punktesystem, mit dem Forschungsergebnisse bewertet werden. Eine bestimmte Punkteanzahl ist zur Erlangung des jeweils nächsten wissenschaftlichen Grades notwendig“, erklärt die Redakteurin. „Künftig sollen auch die auf ‚Pol-Int’ veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel in diesem Punktesystem anrechenbar sein.“

Seit Mai 2014 werden auf „Pol-Int“ im Bereich der internationalen Polenforschung neueste Publikationen, Rezensionen, Jobangebote und Fördermöglichkeiten, Konferenzankündigungen und -berichte in deutscher, polnischer und englischer Sprache einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Plattform fördert grenzüberschreitende Kooperationen und vernetzt Wissenschaftseinrichtungen und Forschende. Weltweit haben sich bereits über 1.400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Plattform registriert. (Katarzyna Jeż / LW)