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World University Service verleiht Viadrina-Absolventin den Förderpreis 2017

WUS-Förderpreis-190 ©World University Service Deutschland

Katharina Lipowsky, Absolventin des Studiengangs „Soziokulturelle Studien“, wurde am 24. November in Wiesbaden für ihre Masterarbeit mit dem Förderpreis 2017 des World University Service (WUS) ausgezeichnet. Lipowsky hatte ein deutsches Programm zur Anwerbung vietnamesischer Pflegefachkräfte untersucht und Missstände aufgezeigt.

„In meiner Arbeit werte ich ein Programm des Bundeswirtschaftsministeriums und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit aus, das Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger aus Vietnam für die Altenpflege in Deutschland anwirbt“, erklärt Lipowsky. „Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die von staatlicher Seite verkündeten positiven Effekte für Deutschland, Vietnam und für die Migrantinnen und Migranten nicht einstellen.“

Lipowskys Analyse ergab, dass vietnamesische Pflegekräfte in besonderem Maße in ihrem Arbeitsumfeld in Deutschland diskriminiert werden. Sie hätten nur eingeschränkte politische und soziale Rechte und seien großer Unsicherheit ausgesetzt, ob sie langfristig in Deutschland bleiben können. „In Vietnam gibt es keine institutionalisierte Altenpflege. Daher ist unklar, wie Pflegefachkräfte nach ihrer Rückkehr ihr Wissen einbringen und eine berufliche Perspektive erlangen können“, erläutert Lipowsky, die selbst in der Pflege tätig war.

Seit 2016 würdigt das deutsche Komitee des World University Service Abschlussarbeiten, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen, mit dem „Sustainable Development Goals-Förderpreis“. World University Service ist eine internationale Organisation von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden im Bildungssektor, die sich weltweit für das Recht auf Bildung einsetzt. (LW)

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Nicole Schwabe (WUS-Jurorin), Prof. Dr. Detlev Reymann (Präsident der Hochschule RheinMain), Andreas König (WUS-Preisträger 2017), Katharina Lipowsky (WUS-Preisträgerin 2017), Dr. Kambiz Ghawmi (WUS-Vorsitzender), Dr. Christina Ayazi (WUS-Jurorin)

Alle eingereichten Arbeiten sind online abrufbar: www.wusgermany.de