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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 54-2019

vom 14. März 2019

Über die Konstruktion der Zeit – Viadrina-Historikerin Dr. des. Clara Frysztacka erhält Klaus-Mehnert-Preis für ihre Dissertation

Die Historikerin Dr. des. Clara Frysztacka erhält am Donnerstag, dem 14. März, in Berlin den Klaus-Mehnert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO). Mit der Auszeichnung wird die 32-jährige Wissenschaftlerin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) für ihre Dissertation zum Thema „Zeit-Schriften. Die Konstruktion der historischen Zeit der Moderne" geehrt. Darin untersucht sie Zeitvorstellungen in populären polnischsprachigen Zeitschriften am Ende des 19. Jahrhunderts.

„Mich hat interessiert, wie das Selbstverständnis von Menschen durch ihre Vorstellung von Zeit geprägt ist“, erklärt Clara Frysztacka ihren philosophischen Ansatz. Die Auszeichnung ist nach dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen und dem Historikerpreis der Dirlmeier Stiftung bereits die dritte Ehrung der Doktorarbeit. „Wichtig daran ist mir besonders das Bewusstsein, dass jemand anderes meine Arbeit gelesen und gut gefunden hat“, ordnet die Historikerin ihre Auszeichnungen ein.

Seit 2016 ist Clara Frysztacka wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina. Zuvor hatte sie als Gerda-Henkel-Stipendiatin an der Universität Siegen und als Stipendiatin des Deutschen Historischen Instituts Warschau an ihrer Promotion gearbeitet, die sie im Februar dieses Jahres mit „summa cum laude“ abschloss. Die gebürtige Italienerin hatte zunächst in Mailand und später an der Freien Universität Berlin Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften studiert.

Hintergrund:

Der mit 1.000 Euro dotierte Klaus-Mehnert-Preis wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde für herausragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die sich mit den Staaten Ostmittel- und Osteuropas befassen. Schon vor zwei Jahren wurde mit Dr. Susann Worschech eine Viadrina-Wissenschaftlerin mit der Auszeichnung geehrt.


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