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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 47-2022

vom 13. April 2022

Ukraine@Viadrina – Viadrina wird zur neuen wissenschaftlichen Heimat für geflüchtete Studierende und Forschende


Rund 40 Anfragen von ukrainischen Forschenden und 200 Anfragen von Menschen in der Ukraine, die ihr Studium an der Viadrina beginnen oder fortführen möchten, haben die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in den vergangenen Wochen erreicht. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat auch das Leben und Arbeiten an der Viadrina verändert – die Europa-Universität reagiert unter anderem mit vergrößerten Kapazitäten für Austauschstudierende, einem Willkommensprogramm für Forschende, einem Förder- und Notfallfonds sowie der Vermittlung von Wohnraum.

„Die Europa-Universität Viadrina ist in den vergangenen Wochen für viele ukrainische Studierende und Forschende zum Anlaufpunkt geworden. Die zahlreichen Anfragen, bei uns weiter studieren oder forschen zu können, zeigen, dass wir als Universität wahrgenommen werden, zu deren selbstverständlichen Aufgaben es gehört, Ukrainerinnen und Ukrainern, die vor dem Krieg fliehen, eine neue wissenschaftliche Heimat zu geben“, sagt Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal. Sie betont: „Sehr viele Studierende, Mitarbeitende und die Uni-Leitung tun alles, um das Ankommen bei uns zu erleichtern; sei es bei der Suche nach finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten, der Organisation von Wohnraum aber auch bei der Vermittlung von wissenschaftlichen Partnerinnen und Partnern auf Augenhöhe.“

Kommen in anderen Semestern rund fünf Austauschstudierende aus der Ukraine an die Viadrina, konnten im nun beginnenden Sommersemester bisher 40 Plätze angeboten werden; die ukrainischen Austauschstudierenden bilden damit erstmals die größte Gruppe unter den an die Viadrina kommenden Gaststudierenden. Zusätzlich gibt es für rund 40 junge Ukrainerinnen und Ukrainer die Möglichkeit sich im Viadrina College einzuschreiben. Im Viadrina College werden Schulabgängerinnen und Schulabgänger, deren Abitur in Deutschland nicht anerkannt wird, auf ein Studium vorbereitet.

Auch für Forschende ist die Europa-Universität ein Anlaufpunkt auf der Flucht aus der Ukraine. Rund 40 Anfragen sind bisher eingegangen, sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind bereits in Frankfurt (Oder) angekommen.

Parallel zu den Möglichkeiten, Flüchtenden aus der Ukraine eine neue wissenschaftliche Heimat zu bieten, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Viadrina von Beginn des Krieges an ihre Expertise bereitgestellt. Neben zahlreichen Vorträgen, Aufsätzen und Medienbeiträgen einzelner Forschender bietet das Format „Voices from Ukraine“ ukrainischen Forschenden ein Podium, um über ihre aktuelle Arbeit zu sprechen. Die Reihe „Lesen für die Ukraine“ eröffnet einmal die Woche die Möglichkeit, sich mit ukrainischen Texten auseinander zu setzen.

Perspektivisch bemüht sich die Viadrina um einen weiteren Ausbau der Ukraine-Forschung. „Die verheerende Situation, in der sich die Ukraine heute befindet, und die vielerorts verbreitete Unwissenheit, mit der man ihr gegenübersteht, verdeutlicht auch, dass es dringend eine Stärkung der Osteuropa- und speziell der Ukraine-Forschung geben muss. Wir an der Viadrina stehen bereit, den Kern eines Zentrums zu bilden, der national und international Forschende vernetzt“, so Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal.

Für den Ende März eingerichteten Viadrina Förder- und Notfallfonds für aus der Ukraine geflüchtete Studierende und Forschende sind in den ersten Wochen mehr als 50.000 Euro gespendet worden. Um sowohl kurzfristige Nothilfe zu leisten, als auch nachhaltig bei der Sicherung von Bildungsbiografien helfen zu können, werden weitere Spenden benötigt:

Kreditinstitut: Sparkasse Oder-Spree
Kontoinhaber: Stiftung Europa-Universität Viadrina
IBAN: DE82 1705 5050 300 300 300 2
BIC: WELADED1LOS
Verwendungszweck: Spende „Ukraine-Hilfe / 33 00 10 54“

Stets aktualisierte Informationen über Ukraine-Expertise und -Veranstaltungen an der Europa-Universität sowie Medienbeiträge mit Viadrina-Forschenden finden Sie unter www.europa-uni.de/ukraine.


Weitere Informationen:
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Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
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