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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 197-2018

vom 2. Oktober 2018

Wem gehört die Ukraine? – Studierende der Europa-Universität erkunden Gesellschaft und Politik in der Ukraine


Von Mittwoch, den 3., bis Donnerstag, den 11. Oktober 2018, macht sich eine zwölfköpfige Gruppe internationaler Studierender der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) auf den Weg in die Ukraine. Unter dem Titel „Wem gehört die Ukraine? Charkiw, Poltawa und Kiew im Herbst 2018“ erkunden sie, welche Bedeutungen kulturelle Unterschiede innerhalb des Landes haben und wie politisch mit ihnen umgegangen wird. Ein besonderer Fokus liegt auf der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine. Neben Kiew besucht die Studiengruppe auch die ostukrainischen Städte Charkiw und Poltawa, um Entwicklungen jenseits der Hauptstadt einzubeziehen.

Geleitet wird die Exkursion von einem ukrainisch-deutschen Dozententandem der Viadrina, Prof. Dr. Michail Minakov und Prof. Dr. Timm Beichelt. In Charkiw stößt die emeritierte Viadrina-Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Christa Ebert zu der Reisegruppe.

Die Exkursion hat bereits mehrjährige Tradition: Seit 2014 bietet Prof. Dr. Timm Beichelt Studienreisen in die Ukraine an.

„Wie in den letzten Jahren sind Begegnungen mit ukrainischen Studierenden und gemeinsame Diskussionen wichtige Bestandteile der Studienreise. Die jährliche Exkursion ist daher ein besonderer Ort internationaler gemeinsamer Lehre und Forschung, an dem wir Dozenten gleichberechtigt mit Doktoranden und Studierenden teilnehmen und voneinander lernen“, so Prof. Dr. Timm Beichelt, Inhaber der Professur für Europa-Studien an der Europa-Universität Viadrina.

Die Exkursion wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie von der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität bezuschusst.

Die Teilnehmenden berichten in einem Blog: www.viadrinagoesukraine.wordpress.com

Zum Hintergrund:

Fast fünf Jahre nach dem Euromaidan und vier Jahre nach der Annexion der Krim erscheinen die Verhältnisse in der Ukraine vertraut. Die innenpolitischen Fronten sind verhärtet, selbst wenn auf dem einen oder anderen Feld Fortschritte bei Transparenz und Korruptionsbekämpfung zu verzeichnen sind. Die Herrschaft oligarchischer Kräfte erscheint ungebrochen, der Einfluss der Europäischen Union jenseits bürokratischer Kontakte schwach.

Während die Ukraine politisch stagniert, haben sich auf der gesellschaftlichen Ebene wichtige Veränderungen ergeben. Die Loyalität mit dem jungen Staat ist gewachsen, zivilgesellschaftliche Gruppen florieren. In diesem Kontext wird häufig von einer – „der“ – Ukraine gesprochen. Viele Studien weisen darauf hin, dass dieser Befund nur begrenzt gültig ist. Vielmehr existieren in der Ukraine vielfältige regionale, sprachliche und generationale Zugehörigkeiten. Welche politische Bedeutung diesen inneren Brüchen zukommt, dem will die Exkursion auf den Grund gehen.


Weitere Informationen:
Europa-Universität Viadrina
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
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www.europa-uni.de