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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 195-2019

vom 22. Oktober 2019

Erinnerung an Vertreibung in der Grenzregion –
Viadrina lädt zu Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion über NS-Deportationen von 1939


Am Dienstag, dem 29. Oktober, 17.00 Uhr, lädt die Viadrina zur Eröffnung der Ausstellung „Vertriebene von 1939 … Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten“ in die Frankfurter Marienkirche ein. Es sprechen Marek Woźniak (Marschall der Woiwodschaft Wielkopolska), Stefan Ludwig (Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg), Mariusz Olejniczak (Bürgermeister Słubice), Claus Junghanns (Bürgermeister Frankfurt (Oder)) und Uni-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal.

Auf großformatigen Collagen aus Fotos, Plakaten und Dokumenten, mit Wochenschau-Ausschnitten und Kommentaren von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zeichnet die Ausstellung die Enteignung und Zwangsumsiedlung von etwa 1,5 Millionen Polinnen und Polen nach dem deutschen Überfall am 1. September 1939 nach. Eine Einführung in die Ausstellung gibt am Eröffnungsabend Kurator Dr. Jacek Kubiak.

Im Anschluss findet ab 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion statt: „Welche Erinnerung braucht die deutsch-polnische Grenzregion an Flucht und Vertreibung? Die Thematisierung von Zwangsmigrationen zwischen 1939 und 1945 in Museen, Schulen und Bildungsarbeit“ – darüber diskutieren Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach (Institut für angewandte Geschichte), Sören Bollmann (Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum), Peter Clemens (Karl-Liebknecht-Gymnasium), Dr. Magdalena Gebala (Deutsches Kulturforum östliches Europa) und Dr. Uwe Schröder (Pommersches Landesmuseum Greifswald).
Interessierte sind herzlich eingeladen ins Logenhaus, Logensaal der Universität, Logenstraße 11.

Beide Eröffnungsveranstaltungen werden simultan deutsch-polnisch übersetzt.
Die Marienkirche ist nicht beheizt.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung, die bis Sonntag, den 1. Dezember, in der Marienkirche täglich zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr zu sehen ist:

·         Mittwoch, 30. Oktober, 18.00 Uhr:
Film und Gespräch „Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn“ mit dem Filmemacher und Ausstellungskurator Dr. Jacek Kubiak, Moderation: Dr. Konrad Tschäpe, Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“,
Museum Viadrina, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11, Frankfurt (Oder)

·         Mittwoch, 6. November, 18.00 Uhr:
„Die Grenze als Ordnungsversuch. Bevölkerungsverschiebungen und Migration am Beginn des Zweiten Weltkrieges“, Vortrag von Prof. Dr. Claudia Weber, Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Viadrina,
Europa-Universität, Logenhaus, Logenstraße 11, Raum 101/102, Frankfurt (Oder)

·         Mittwoch, 20. November, 18.00 Uhr:
„Zur jüdischen Perspektive auf die Vertreibungen von 1939 ff. aus dem sog. Wartheland in das sog. Generalgouvernement“, Dr. Andrea Löw, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München,
Europa-Universität, Logenhaus, Logenstraße 11, Raum 101/102, Frankfurt (Oder)

Die Ausstellung wird organisiert von der Europa-Universität Viadrina, dem Land Brandenburg und der Woiwodschaft Wielkopolska. Das Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien (ZIP) hat das Rahmenprogramm zusammengestellt.
Konzipiert wurde die Ausstellung vom Institut für Nationales Gedenken, dem Großpolnischen Unabhängigkeitsmuseum und dem Polnischen Städteverband.

          

Weitere Informationen:
Europa-Universität Viadrina
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
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