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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 177-2022

vom 25. November 2022

„Alte Mobilisierung in neuer Gestalt?“ – Viadrina veranstaltet Gespräch über Montagsdemonstrationen in Frankfurt (Oder)

Zu einem Podiumsgespräch über das Phänomen der Montagsdemonstrationen in Frankfurt (Oder) lädt das Viadrina Institut für Europa-Studien (IFES) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) am Mittwoch, dem 7. Dezember 2022, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr in den Senatssaal, Raum 109, im Viadrina-Hauptgebäude, Große Scharrnstraße 59, ein. Zur Fragestellung „Montagsdemonstrationen in Frankfurt (Oder): Alte Mobilisierung in neuer Gestalt?“ sprechen Expertinnen und Experten der Viadrina und aus der Region darüber, wie sich die Proteste seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar dieses Jahres verändert haben. Das Gespräch wird zusätzlich Online im Livestream übertragen.

Auf dem Podium sprechen:

  • Prof. Jan C. Behrends, Viadrina-Zeithistoriker und Experte für russische Propaganda
  • Frank Hühner, Koordinierungs- und Fachstelle Lokale Partnerschaft für Demokratie – Frankfurt (Oder) im Bundesprogramm „Demokratie leben!“
  • Valerie Müller-Huschke, Viadrina-Studentin und -Mitarbeiterin, die in ihrer Masterarbeit die Corona-Proteste in der Region erforscht, und
  • Olaf Sundermeyer, Redakteur bei rbb24 Recherche mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus in Brandenburg.

Auch ukrainische und russische Stimmen werden zu Wort kommen. Die Diskussion beginnt mit einer Begrüßung durch die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Prof. Dr. Eva Kocher, und wird von Dr. Anja Hennig (IFES) und Stefan Henkel (Koordinator der Ukraine-Aktivitäten an der Viadrina) moderiert.

Hintergrund

Wie in anderen Teilen der Republik demonstrieren auch in Frankfurt (Oder) montagabends regelmäßig Menschen. Neu sind diese Demonstrationen nicht, doch seit dem umfassenden Krieg Russlands gegen die Ukraine haben sie sich verändert: Es wehen auch Russlandfahnen, mehr Menschen scheinen teilzunehmen. Wut über die Corona-Maßnahmen mischt sich dabei mit Kritik an den Russland-Sanktionen und am sozialpolitischen Handeln der Bundesregierung in der Energiekrise. Es sind Eindrücke, die gerade Menschen aus der Ukraine irritieren aber auch für Universität wie Stadtgesellschaft Fragen aufwerfen. Vor diesem Hintergrund soll bei der Veranstaltung diskutiert werden, inwieweit die Montagsdemonstrationen angesichts aktueller Krisen ein neues Phänomen sind oder ob es sich auch um Kontinuitäten von fremdenfeindlich geprägten oder Corona-Protesten handelt. Gefragt wird auch danach, wer mit welchem Demokratieverständnis mobilisiert und welche Rolle Frankfurt im Vergleich zu anderen Orten des Protests in Brandenburg spielt.


Weitere Informationen:
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Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)335 - 5534 4515
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