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Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Medieninformation Nr. 161-2019

vom 14. August 2019

Neue Internetseite – Viadrina-Studentin führt virtuell zu unzugänglichen Orten im früheren KZ Ravensbrück

Kinderheim, Schweinestall, Beutegut-Baracken – die Internetseite https://unbekanntes-ravensbrueck.de macht Gebäude und Orte des früheren Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück virtuell erlebbar, von denen oft nur noch Spuren übrig sind. Erstellt hat die Seite die Historikerin Kristin Witte im Rahmen ihres berufsbegleitenden Studiums Schutz Europäischer Kulturgüter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Der digitale Rundgang führt an elf Orte des Lagers, die nicht zur Mahn- und Gedenkstätte gehören und heute nahezu unbekannt und zumeist nicht zugänglich sind.

„Ich möchte mit dieser Seite Leerstellen füllen, die sich im Umfeld der Gedenkstätte ergeben. Es geht mir darum, diese Orte und Gebäude verständlich zu machen“, beschreibt Kristin Witte ihre Intention. Für alle Interessierten zugänglich und unabhängig vom Aufenthaltsort wird die Geschichte dieser Gebäude dank Fotos, nachgesprochener Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie kurzer Informationstexte virtuell erlebbar.

Cordula Hundertmark, stellvertretende Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, freut sich über die neue Website: „Sie zeigt nicht nur Bereiche des ehemaligen KZ-Komplexes, die heute nicht zur Gedenkstätte Ravensbrück gehören. Vor allem ruft die Website auf eindringliche Weise in Erinnerung, dass die Konzentrationslager nicht nur Orte der Verfolgung waren, sondern zugleich große multifunktionale Komplexe mit wirtschaftlichen und infrastrukturellen Einrichtungen, die eng mit der Zwangsarbeit der KZ-Häftlinge verknüpft sind.“

Kristin Witte ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und studiert seit 2017 berufsbegleitend an der Europa-Universität. Die Website ist ein gemeinsames Projekt der Gedenkstätte, des Studiengangs und des Vereins Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. Finanziert wurde sie mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.


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