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Gleichstellung an der Viadrina

H

glossar ©Emil Kozole / Tanja Skander

Heteronormativität

beschreibt die zweigeschlechtliche (siehe Binarität) und heterosexuelle Organisation von Gesellschaften. Geschlechtliche Ausdrucksweisen jenseits von nur zwei komplementären Geschlechtern fallen aus dem Rahmen der Heteronormativität heraus. Der Begriff der Heteronormativität enthält also die Annahme heterosexueller Zweigeschlechtlichkeit, wonach sich jeder Mensch nur von einer Person des anderen Geschlechts angezogen füllt.

Homosoziale Kooptation

bezeichnet die häufig unbewusste Tendenz, vor allem solche Personen für ein Amt, eine Stelle oder bestimmte Netzwerke auszuwählen (bzw. aktiv dazu zu ermutigen), die der auswählenden Person ähnlich sind, etwa aufgrund des Geschlechts, aber auch aufgrund von sozialer Herkunft, Habitus u.a. Der aus der Organisationsforschung stammende Begriff verweist damit auch auf das Problem der Unterrepräsentation von Frauen in Auswahlgremien oder Führungspositionen.