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Gleichstellung an der Viadrina

E

glossar ©Emil Kozole / Tanja Skander

Empowerment

bezeichnet Strategien und Maßnahmen, die es (benachteiligten) Menschen ermöglicht, ihre Interessen selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten. Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der „Selbstbemächtigung“ als auch die professionelle Unterstützung von Menschen, ein subjektives Gefühl der Macht- und Einflusslosigkeit (powerlessness) zu überwinden und Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Empowerment ‘Ermächtigung‘ oder Bevollmächtigung.

Entgeltunterschied / Gender Pay Gap

bezeichnet im Allgemeinen den Unterschied in der Entlohnung von Frauen und Männern für gleiche oder gleichwertige Tätigkeiten.

Der unbereinigte Entgeltunterschied liegt derzeit bei 22%. Er wird berechnet, indem die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne von Frauen von den durchschnittlichen Bruttostundenlöhnen von Männern abgezogen werden. Die unbereinigte Zahl bildet die gesamte Ursachenkette für das Entstehen der Lohnlücke ab. Für rund zwei Drittel des Gender Pay Gap lassen sich die Ursachen rechnerisch genau bestimmen. Frauen verdienen weniger, weil sie u.a. weniger häufig Führungspositionen innehaben, eher traditionelle ‚Frauenberufe‘ wählen (die bekannter-maßen schlechter bewertet und bezahlt werden) und häufiger teilzeitbeschäftigt sind.

Zieht man die erklärbaren Prozentpunkte von den 22% ab, erhält man den so genannten bereinigten Gender Pay Gap. Dieser lässt sich nicht durch strukturell unterschiedliche und arbeitsplatzrelevante Merkmale erklären. Das bedeutet, dass Frauen auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde weniger verdienen als Männer. Für den bereinigten Wert des aktuellen Gender Pay Gap liegen noch keine aktuellen Zahlen vor. Er lag nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts von März 2012 bei durchschnittlich 8%.

Quelle: Statistisches Bundesamt. 2013. Verdienstunterschiede von Frauen und Männern bleiben weiter bestehen. Pressemitteilung vom 19. März 2013 – 108/13