Banner Viadrina

Gleichstellung an der Viadrina

D

glossar ©Emil Kozole / Tanja Skander

Diskriminierung

bedeutet, dass eine Person eine schlechtere Behandlung als andere Personen aufgrund bestimmter Merkmale wie z.Bsp. Geschlecht, „Rasse“ oder ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung und sexuelle Orientierung erfährt. Von einer mittelbaren Benachteiligung spricht man, wenn neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren in ihrer Anwendung zu einer ungünstigeren Behandlung von bestimmten Personen führen. Ausgenommen davon sind gesetzlich vorgeschriebene Fördermaßnahmen, deren Ziel es ist, Benachteiligungen zu beseitigen. Das Ziel von Antidiskriminierungspolitik ist es, die Rechte aller Personen auf Gleichbehandlung durchzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass mit Unterschiedlichkeiten keine ungerechtfertigten Nachteile verbunden sind. Schutz vor Diskriminierung bietet bspw. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Siehe auch Mehrfachdiskriminierung.

Diversity

steht ganz allgemein für Vielfalt. In Bezug auf die Gesellschaft sind damit meist Merkmale und Eigenschaften gemeint, nach denen sich Menschen unterscheiden und die potenziell mit einem Risiko der Diskriminierung einhergehen können. Dazu gehören etwa Geschlechtsidentität, Sexualität, Alter, ethnische oder soziale Herkunft, Religion, Sprache, Behinderung und andere Merkmale, die von einer dominanten Norm abweichen. Der Ansatz des „Diversity-Managements“ entstammt der Unternehmensführung und zielt auf ökonomische Maximierung, indem die Vielfalt der Mitarbeitenden bspw. bei der Personalzusammensetzung oder verschiedene Zielgruppen beim Marketing berücksichtigt werden. Politische Diversity-Ansätze hingegen verfolgen die Beseitigung von Diskriminierungen, welche bestimmte Merkmale und Eigenschaften von Personen(gruppen) privilegieren bzw. benachteiligen.