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Gleichstellung an der Viadrina

I

glossar ©Emil Kozole / Tanja Skander

Inter* (bzw intergeschlechtlich)

Bezeichnet das angeborene Vorhandensein genetischer-anatomischer-hormoneller Variationen, die nicht den Geschlechternormen von Mann und Frau entsprechen (z.B. durch das Vorhandensein von Hoden und Eierstöcken). Inter* Personen können eine Geschlechtsidentität als inter*, aber auch eine männliche, weibliche oder trans* Identität haben.  Inter* Personen erfahren häufig Pathologisierung. In vielen Fällen führt dies zu einer Verletzung ihrer Selbstbestimmung und körperlichen Autonomie. Der Begriff inter* hat sich aus der Community entwickelt und möchte offen sein für alle Selbstbeschreibungen von intergeschlechtlichen Menschen und mit dem Asterisk * die Vielfalt intergeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten abbilden. Grundsätzlich geht es bei dem Begriff aber um eine emanzipatorische und selbstermächtigte Positionierung.

Intersektionalität

bezeichnet die Verwobenheit verschiedener Merkmale, die die Identität einer Person prägen und auf Grund derer eine Person evtl. diskriminiert wird. Der Begriff entstand aus dem US-amerikanischen Schwarzen Feminismus heraus und setzt sich vorwiegend mit der Verknüpfung von Sexismus und Rassismus auseinander. Beispiele für Intersektionalität sind, dass eine schwarze Frau einer Mehrfachdiskriminierung ausgesetzt sein kann im Gegensatz etwa zu einer weißen Frau, oder auch Frauen aus unterschiedlichen Schichten auf unterschiedliche Weise von Diskriminierungen betroffen sein können. Intersektionalität bezieht sich zunehmend auch auf Ableismus (Diskriminierung aufgrund einer Behinderung), Altersdiskriminierung, Klassismus (systematische Diskriminierung bzw. Unterdrückung einer Gruppe durch eine andere, basierend auf ökonomischen Unterschieden) und Homo- bzw. Transphobie.