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Gleichstellung an der Viadrina

Gleichstellungskonzept der EUV 2014-2017

Am 18. Dezember 2013 hat der akademische Senat der Europa-Universität Viadrina nach vorherigem Beschluss im Präsidium die Fortschreibung des Gleichstellungskonzepts für den Zeitraum von 2014 bis 2017 beschlossen.

Die Europa-Universität Viadrina setzt sich auch weiterhin das Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen aktiv zu stärken. Dabei wird perspektivisch ein erweiterter Gleichstellungsbegriff zu Grunde gelegt, der auf einer 2011 vom Präsidium beschlossenen Diversitypolitik der Viadrina fußt. An der vielfältig zusammengesetzten Hochschule soll qualifizierten Personen aus Gruppen, die bisher weniger in der Wissenschaft und in Leitungspositionen vertreten sind, die Etablierung erleichtert werden.

Außerdem bildet das Gleichstellungskonzept die Grundlage zur Beteiligung an den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG und den Qualitätsstandards für Chancengleichheit an den brandenburgischen Hochschulen des Wissenschaftsministeriums und der Brandenburgischen Landesrektorenkonferenz. Außerdem beteiligt sich die Viadrina mit ihrem Gleichstellungskonzept am Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder und wurde hier als eine von zehn bundesweit vorbildhaften Hochschulen bewertet.

Dem Konzept liegt eine Analyse der aktuellen Gleichstellungssituation an der EUV zugrunde. Darauf aufbauend setzt sich die Universität übergeordnete Ziele und legt Maßnahmen fest, um aktiv auf eine paritätische Vertretung von Frauen und Männern in allen Bereichen hinzuarbeiten. Auf der Ebene der Fakultäten und der Verwaltung sind diese Maßnahmen in dezentralen Gleichstellungsplänen konkretisiert.


Das Gleichstellungskonzept in Kürze

Die Europa-Universität Viadrina kann eine Reihe von Stärken im Bereich Gleichstellung und Diversity verzeichnen. In einigen Bereichen besteht noch verstärkter Handlungsbedarf. Die wichtigsten Stärken und Schwächen sind hier zusammengefasst:

Stärken

  • Hoher Studentinnen- und Absolventinnenanteil
  • Hoher Anteil promovierender und habilitierender Frauen in den Kulturwissenschaften
  • Zertifikat audit familiengerechte hochschule
  • Viadrina Mentoring für Studentinnen, Promovendinnen und Postdoktorandinnen
  • Gute Repräsentanz von Frauen auf Ebene der Hochschulleitung
  • Teildenomination Gender Studies (brandenburgweit eine von zwei Professuren),
  • Studiengangsmodul Transdisciplinary Gender Studies
  • Anreizkompatible interne Mittelvergabe für die Berufung von (Junior-)Professorinnen
  • Verankerung von Gleichstellung in der Hochschulleitung
  • Stabsstelle Diversity
  • Innovative Ansätze zur Anonymisierung von Bewerbungen und Prüfungen

Schwächen

  • Geringer Professorinnenanteil im Vergleich zu vorherigen Qualifikationsstufen
  • Anteil befristet beschäftigter Frauen und Männer höher als im Bundesdurchschnitt
  • noch fehlende Maßnahmen zur Planbarkeit und Vereinbarkeit für den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Verankerung von Gender als Querschnittsthema in Studium, Lehre und Forschung sowie Vernetzung zur Geschlechterforschung nur teilweise ausgeprägt
  • Geringer Frauenanteil in Gremien

Abb. 1: Frauen- und Männeranteil an den verschiedenen Qualifikationsstufen an der EUV. Stand 2013.

qualifikationsverlauf_frauen_maenneranteil_euv ©Gleichstellungsbüro EUV 

Abb. 2: Frauenanteil im Qualifikationsverlauf an der Viadrina (nach Fakultäten). Stand: 2013

frauenanteil_qualifikationsverlauf_fakultaeten ©Gleichstellungsbüro EUV

Siehe auch Gleichstellung in Zahlen


Gleichstellungsziele und Schwerpunktsetzungen

Die Europa-Universität hat sechs übergreifende Ziele definiert:

  • Erhöhung des Professorinnen- und Juniorprofessorinnenanteils
  • Gender- und diversitysorientierte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft und Beruf mit Familienaufgaben
  • Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen
  • Verankerung von Gleichstellungspolitik in der Universitätsstruktur
  • Integration von Gender- und Diversitybezügen in Studium, Lehre und Forschung

Diese werden mit Hilfe einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen umgesetzt, die konkrete Zuständigkeiten, Zeiträume und Ressourcen definieren.

Zudem sind auf Grundlage der durchgeführten Analyse und anstehender Besetzungen bis zum Jahr 2017 folgende Zielzahlen vom Präsidium festgelegt worden:

Tabelle 1: Zielzahlen der Viadrina bis 2017

  Ist 2009 Ist 2012 Soll 2013 Soll 2014-17 BRD 2012
Studierende 61,9% 64,1% -   47,40%
Promovierende 57,0% 53,2% 57,0% 55,0%  
Promotionen 55,1% 45,9% 57,0% 55,0% 45,40%
Juniorprofessuren 50,0% 50,0% 50,0% 50,0%  
Professuren gesamt 12,3% 20,6% 22,0% 30,2% 20,4%
Professuren C3/W2 32,2% 30,0% 45,0% 30,0%  
Professuren C4/W3 5,5% 19,6% 15,0% 28,7% 16,5%
Habilitationeni 40,0% 75,0% 50% 50,0% 27,0%
Leitungspositionen (Dek/VP/K/P) 22,2% 33,3% 33,0% 33,3%  
Neuberufungen       53,8%  

Abb. 3: Zielzahlen bis 2017

zielzahlen graphik ©Gleichstellungsbüro EUV

Koordination durch den Gleichstellungsrat

Gleichstellungsmaßnahmen und Gender Mainstreaming sowie die Berücksichtigung von Diversityaspekten sind Aufgaben der gesamten Universität. Sie stellen Querschnittsthemen dar in dem Sinne, dass geschlechtsspezifische und andere Ungleichheiten wie auch bestehende Nachteile in allen Bereichen und bei allen Abläufen in Forschung, Lehre und Studium sowie in den wissenschaftsstützenden Einheiten systematisch analysiert und reflektiert werden sollen, um ggf. ausgleichend handeln zu können.

Zur Koordination der Umsetzung des Maßnahmenpakets im Gleichstellungskonzept hat die Universität einen Gleichstellungsrat eingerichtet.

Abb.4: Gleichstellungsrat der EUV

gleichstellungsrat ©Gleichstellungsbüro Viadrina

Hier finden Sie das vollständige Gleichstellungskonzept