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Gleichstellung an der Viadrina

Trans*- und Inter*Personen

Namens- und Personenstandsänderung


Wenn Sie Ihren Namen und/oder Ihren Personenstand ändern möchten, ist dies an der Universität grundsätzlich bei allen datenverarbeitenden Stellen relevant, z. B. beim Immatrikulations- und Prüfungsamt und in der Bibliothek. Sie können sich im Gleichstellungsbüro oder in der Stabsstelle Diversity gern vertraulich dazu beraten lassen.

Ansprache


Manchmal kommt es zur Unsicherheiten, mit welchem Personalpronomen eine Person angesprochen werden sollte, da das Geschlecht an sich grundsätzlich nicht sichtbar ist, sondern häufig aufgrund von gesellschaftlichen Rollenerwartungen oder aus Dingen wie Kleidung, Aussehen und Verhalten abgeleitet wird. Um unangenehme Situationen und Missverständnisse zu vermeiden, ist eine kurze Frage danach, wie eine Person angesprochen werden möchte, meist der sicherste Weg. Respektieren Sie die Selbstdefinition der Person und sprechen Sie sie mit dem gewählten Personalpronomen und Namen an.

Unterstützung


Wenn Ihnen eine Person mitteilt, dass sie trans*, inter* oder queer ist, bedeutet dies häufig ein entgegengebrachtes Vertrauen. Denn mit einem Coming-Out besteht auch die Gefahr, diskriminiert oder stigmatisiert zu werden. Wenn eine Person Sie um Unterstützung bittet, kann dies unterschiedlich aussehen, je nachdem was die Person möchte.

Nehmen Sie die Person und ihre Selbstdefinition ernst. Trans*-Sein ist nicht nur eine „Phase“. Behandeln Sie persönliche Daten vertraulich. Es steht keiner Person zu, eine andere Person zu outen. Menschen haben immer das Recht, selbst darüber zu entscheiden, wann und wem sie welche persönlichen Informationen bekannt geben.

Beratung


Gleichstellungsbeauftragte

 

Sahra Damus
zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Raum AM K15
gleichstellung[at]europa-uni.de
03035 534 4795
Stabsstelle Diversity

Norbert Morach
Logenstraße 12
Raum 209
0335 5534 4213
Weitere Stellen

Glossar


Trans*

ist ein Überbegriff z.B. für transgender, transident und transsexuell lebende Menschen. Manchmal werden mit dem Begriff auch intergeschlechtliche Menschen mitgedacht. Der Begriff beschreibt ein breites Spektrum von Selbstdefinitionen und Lebensweisen von Menschen, die sich nicht oder nur zum Teil mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde. Manche trans* und intergeschlechtliche Menschen lehnen die starre zweigeschlechtliche Ordnung von männlich und weiblich (s. auch Binarität / Zweigeschlechtlichkeit) ab und identifizieren sich als “weder noch”. Umgekehrt werden Menschen, die sich mit dem Geschlecht bei Geburt identifizieren als ‘Cis-Frauen’/’Cis-Männer’ bezeichnet.

Inter* / Intergeschlechtlichkeit

trans_inter_bild ©Cy IurinicIntersexuelle Menschen sind Personen, die genetisch, anatomisch und/oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden können. Intergeschlechtlichkeit ist eine Übersetzung des englischen Begriffs Intersexuality/Intersex. Bevorzugt wird dieser Begriff, da im Englischen nicht Sexualität (wie Hetero- oder Homosexualität = sexuelle Orientierung) gemeint ist sondern das körperliche Geschlecht (engl.: sex), und weil der deutsche Begriff ebenfalls neben dem körperlichen Geschlecht auch das soziale Geschlecht (engl.: gender) beinhaltet. Intergeschlechtliche Menschen nennen sich auch Zwitter oder Hermaphroditen oder bezeichnen sich als intergeschlechtlich oder zwischengeschlechtlich. Der Begriff Inter* hat sich aus der Community heraus entwickelt. Als ein emanzipatorischer Überbegriff bezeichnet er die Vielfalt intergeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten.