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Erasmus+ Programm


Das Erasmus-Programm fördert die transnationale Zusammenarbeit in Europa und den Austausch von Fachwissen. Es dient der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung von Dozent/-innen. Gleichzeitig soll auf diesem Wege ein Rahmen geschaffen werden, der es den Teilnehmer/-innen des Programms erlaubt, ein anderes Europäisches Lehr- und Wissenschaftssystem kennen zu lernen.

Ein weiteres Ziel ist es, Studierenden, die keine Gelegenheit zum Auslandsstudium hatten, an der Heimatuniversität am Fachwissen internationaler Dozent/-innen teilhaben zu lassen.





Voraussetzungen


Wer kann gefördert werden?
Im Rahmen des Erasmus+-Mobilitätsprograms können die nachfolgenden Personengruppen gefördert werden:
  • Dozent/-innen, die in einem vertraglichen Verhältnis zur Viadrina stehen
  • Dozenten/-innen der Viadrina ohne Dotierung
  • Lehrbeauftragte mit Werkverträgen an der Viadrina
  • emeritierte Professor/-innen und pensionierte Lehrende der Viadrina
  • wissenschaftliche Mitarbeiter der Viadrina

Bitte beachten Sie, dass ein Antrag auf Förderung im Erasmus+-Mobilitätsprogramm nur an der Viadrina gestellt werden kann. Eine direkte Bewerbung bei der EU-Kommission oder beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ist nicht möglich!

Voraussetzungen Aufenthaltsort
Der Aufenthalt muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule ist. Zudem darf es nicht das Hauptwohnsitzland der zu fördernden Person sein. Zu Lehrzwecken darf Hochschulpersonal nur an Hochschulen entsendet und gefördert werden, die über eine gültige Erasmus Charta für Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Bitte überprüfen Sie zudem, ob an der Universität, an der Sie den Aufenthalt planen, ein Vertrag mit Ihrer Fakultät besteht.

Aufenthaltsdauer & Lehrtätigkeit
Die Dauer der Lehraufenthalte innerhalb Europas liegt zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten). Das Unterrichtspensum liegt bei mindestens 8 Stunden pro Woche (Lehrverpflichtung). Dauert die Mobilitätsmaßnahme länger als eine Woche, wird die Mindeststundenanzahl je zusätzlichem Tag wie folgt berechnet: 8 Stunden geteilt durch 5 Tage multipliziert mit der Anzahl der zusätzlichen Tage.

Erfahrungsbericht
Einen Vorgeschmack auf einen Lehrauftrag im Ausland bietet der Bericht von Krzysztof Kolanowski, der zwei Wochen in Kaunas (Litauen), gelehrt hat.






Bewerbung


Viadrina
Mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Auslandsaufenthalt, gilt es den Antrag auf Mobilitätszuschuss zu stellen. Hierzu gehört die Erstellung eines Kostenvoranschlags über die Reise-, Übernachtungs- bzw. Wohnkosten. Daneben muss das Mobility Agreement for Teaching ausgefüllt und unterschrieben werden. Aus diesem muss hervorgehen, dass an den zu fördernden Tagen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Mobilitätsmaßnahme stattfinden werden.  Um den Mobilitätszuschuss auszahlen zu können, benötigen wir selbstverständlich die Kontoinformationen der/des Antragstellenden. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Wird dem Antrag stattgegeben, erfolgt die Erstellung eines Grant Agreements, das vor Antritt des Auslandsaufenthaltes von der/dem Antragsstellenden unterzeichnet werden muss.


Gasthochschule
Vor der Abreise sollten Sie Rücksprache mit dem/-r Verantwortliche/-n der Gasthochschule bezüglich Ihrer Lehrveranstaltung halten um ggf. Fragen in Hinblick auf Inhalte, Leistungsnachweise oder Unterrichtsform zu klären. Oft empfiehlt es sich auch Kontakt mit dem International Office der Gasthochschule aufzunehmen um beispielsweise Ihre Unterbringung während des Auslandsaufenthaltes zu besprechen.







Aufenthalt und Rückkehr


Während des Auslandsaufenthaltes
Auf Grundlage des Grant Agreements erfolgt eine Auszahlung von bis zu 70% des zugewiesenen Mobilitätszuschusses. Der Auslandsaufenthalt inkl. der Abgeleisteten Lehrstunden muss vor Ort von der Gastuniversität bestätigt werden. Dazu muss das Confirmation of Stay von der Gastuniversität ausgefüllt und unterschrieben werden.


Nach der Rückkehr
Nach Ihrer Rückkehr haben Sie 30 Tage Zeit, sowohl die oben genannten Unterlagen in der Abteilung für Internationale Angelegenheiten abzugeben als auch den von der EU geforderten Bericht (online participant report) auszufüllen. Der Link wird Ihnen von der Datenbank der EU automatisch zugesendet. Erst nach Eingang des Berichts sowie der Prüfung aller erforderlichen Unterlagen erhalten Sie die 2. Rate Ihres Zuschusses.
Sollten Sie den Bericht nicht binnen 30 Tage erstellen, behält die EU sich vor, den bereits an Sie ausgezahlten Betrag zurück zu fordern.






Finanzierung

Die Abteilung für Internationale Angelegenheiten beantragt im Rahmen des Erasmus+-Hochschulantrags alljährlich Mittel für die Dozentenmobilität. Während einer Lehrtätigkeit im Ausland, wird ein Zuschuss ausgezahlt, um zusätzlich anfallende Kosten während des Auslandsaufenthaltes zu decken. Für Dozent/-innen mit Behinderung können hierbei Sondermittel beantragt werden. Wochenenden und Ferien können nur bezuschusst werden, wenn nachweislich an diesen Tagen gearbeitet oder gereist wurde (z.B. durch Bestätigung der Gasthochschule).Ob eine Mobilitätsbeihilfe gewährt werden kann ist abhängig vom zur Verfügung stehenden Budget und der Anzahl der Antragsstellenden. Da Reisende, die über ein Drittmittelprojekt finanziert werden, nicht besser gestellt sein sollten, als Reisende, die aus Haushaltsmitteln finanziert werden, orientieren wir uns außerdem an Ihren reellen Reisekosten (Übernachtungs-, sowie An- und Abreisekosten), die den Vorgaben des Bundesreisekostengesetzes entsprechen müssen.  Zur Berechnung Ihrer Fördersätze behalten wir uns daher vor, Zero Grant Tage (Tage ohne EU Pauschale) zu vergeben. Entstehende Überschüsse, müssen steuerlich geltend gemacht werden.


Höhe

Bei Gewährung einer Mobilitätsbeihilfe richtet sich die Höhe des Zuschusses nach folgenden festgelegten EU-Fördersätzen:

Ländergruppe 1: 160 €/ Tag

Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden

Ländergruppe 2: 140 €/ Tag

für Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern

Ländergruppen 3:  120€/ Tag

Deutschland (Incoming), Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal, Slowakei, Spanien

Ländergruppe 4: 100€/ Tag

Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien


Zu diesen Tagessätzen kommt eine Fahrtkostenpauschale in Abhängigkeit von der realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort des Auslandsaufenthaltes, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

100 km – 499 km 180 EUR
500 km – 1.999 km 275 EUR
2.000 km – 2.999 km 360 EUR
3.000 km – 3.999 km 530 EUR                   
4.000 km – 7.999 km 820 EUR
ab 8.000 km 1.100 EUR