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Erasmus+ mit Partnerländern (KA107)

Das Programm Erasmus+ KA107 ermöglicht die Erweiterung der bisherigen Studierenden- und Personalmobilität auf Länder, die außerhalb der Europäischen Union liegen (sogenannte Partnerländer). Der Ausbau der regulären Erasmus+ Mobilität auf diese Länder dient der Vertiefung der akademischen Kooperation zwischen der Viadrina und ihrer Partneruniversitäten in der Ukraine, Georgien, Russland und Kolumbien.

Voraussetzungen


Wer kann gefördert werden?
Im Rahmen des Erasmus+ Programms kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden.
Diese Aktivität fördert die berufliche Entwicklung von Hochschullehrern und anderem Hochschulpersonal durch Fortbildungsmaßnahmen im Ausland (außer Konferenzen*) und durch Hospitationen an einer Partnerhochschule oder bei entsprechenden Einrichtungen im Ausland.

Beispiele von Bereichen mit förderfähigen Hochschulpersonal:

  • Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche
  • Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Beispiele der Weiterbildungsformate:

  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren
  • Teilnahme an Sprachkursen

Es gibt verschiedene Trainingsangebote über die Sie sich Online informieren können.

*Zusatzinformation zur Förderung von Konferenzen: Sofern nachgewiesen werden kann, dass im Rahmen der Mobilität neue und innovative Lern- und Lehrpraktiken erworben werden, spielt für die Förderfähigkeit die Aktivität der teilnehmenden Person im Rahmen der Veranstaltung eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist die Art der Veranstaltung: Eine Teilnahme ist nicht förderfähig, wenn sie sich nur einer bestimmten Disziplin widmet.

Mögliche Aufenthaltsort
Der Aufenthalt muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule ist. Zudem darf es nicht das Hauptwohnsitzland der zu fördernden Person sein. Zu Fort- und Weiterbildungszwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE oder eine sonstige in einem anderen Programmland ansässige Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung (z.B. Sprachschulen und andere Institutionen) oder Jugend tätig ist, gefördert werden. Die ausländische Hochschule muss keine Partneruniversität der Viadrina sein.

Aufenthaltsdauer
Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens 2 Tage und höchstens 2 Monate.






Bewerbung


Viadrina
Mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Auslandsaufenthalt, gilt es den Antrag auf Mobilitätszuschuss zu stellen. Hierzu gehört die Erstellung eines Kostenvoranschlags über die Reise-, Übernachtungs- bzw. Wohnkosten. Daneben muss das Mobility Agreement for Training ausgefüllt und unterschrieben werden. Aus diesem muss hervorgehen, dass an den zu fördernden Tagen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Mobilitätsmaßnahme stattfinden werden. Wird dem Antrag stattgegeben, erfolgt die Erstellung eines Grant Agreements, das vor Antritt des Auslandsaufenthaltes von der/dem Antragsstellenden unterzeichnet werden muss.







Aufenthalt und Rückkehr


Während des Auslandsaufenthaltes
Auf Grundlage des Grant Agreements erfolgt eine Auszahlung von bis zu 70% des zugewiesenen Mobilitätszuschusses. Der Auslandsaufenthalt inkl. der Abgeleisteten Lehrstunden muss vor Ort von der Gastuniversität bestätigt werden. Dazu muss das Confirmation of Stay von der Gastuniversität ausgefüllt und unterschrieben werden.


Nach der Rückkehr
Nach Ihrer Rückkehr haben Sie 30 Tage Zeit, sowohl die oben genannten Unterlagen in der Abteilung für Internationale Angelegenheiten abzugeben als auch den von der EU geforderten Bericht (online participant report) auszufüllen. Der Link wird Ihnen von der Datenbank der EU automatisch zugesendet. Erst nach Eingang des Berichts sowie der Prüfung aller erforderlichen Unterlagen erhalten Sie die 2. Rate Ihres Zuschusses.
Sollten Sie den Bericht nicht binnen 30 Tage erstellen, behält die EU sich vor, den bereits an Sie ausgezahlten Betrag zurück zu fordern.






Finanzierung

Mobilitätszuschuss für Lehraufenthalte
Während Ihrer Lehrtätigkeit in der Ukraine, Georgien oder Russland wird ein Zuschuss ausgezahlt, um zusätzlich anfallende Kosten während des Auslandsaufenthaltes zu decken. Für Dozenten/-innen mit Behinderung können Sondermittel beantragt werden. Wochenenden und Ferien können nur bezuschusst werden, wenn nachweislich an diesen Tagen gearbeitet oder gereist wurde (z.B. durch Bestätigung der Gasthochschule). Ob ein Mobilitätszuschuss gewährt werden kann, ist abhängig vom zur Verfügung stehenden Budget und der Anzahl der Antragsstellenden. Da Reisende, die über ein Drittmittelprojekt finanziert werden, nicht besser gestellt sein sollten, als Reisende, die aus Haushaltsmitteln finanziert werden, müssen entstehende Überschüsse steuerlich geltend gemacht werden.

Höhe des Mobilitätszuschusses
Bei Gewährung eines Mobilitätszuschusses richtet sich die Höhe nach folgenden festgelegten Fördersätzen:

Betrag bis einschließlich 14. Fördertag des Aufenthaltes

160,- Euro / Tag

Betrag ab den 15. Fördertag des Auslandsaufenthalts

112,- Euro / Tag


Zu diesen Tagessätzen kommt eine Reisekostenpauschale in Abhängigkeit von der realen Distanz zwischen Ausgangs- und Zielort des Auslandsaufenthaltes, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden. Folgende Beträge werden je nach Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz erstattet:

100 km – 499 km 180 EUR
500 km – 1.999 km 275 EUR
2.000 km – 2.999 km 360 EUR
3.000 km – 3.999 km 530 EUR                   
4.000 km – 7.999 km 820 EUR
ab 8.000 km 1.100 EUR