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Alumnus: Oliver Dalichau

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Oliver Dalichau, Dipom Kulturwissenschaftler

„An Cola könnt ich mich…“, war die erste Reaktion von Freunden und Familie, als es hieß: der nächste Einsatz für die Friedrich-Ebert-Stiftung wird Angola. „An der Viadrina lag während meines kulturwissenschaftlichen Studiums mein Interesse auf Mittel- und Osteuropa. Für ein Jahr habe ich damals als erster Student aus Frankfurt (Oder) an der schlesischen Universität in Kattowitz studiert“ erinnert sich Oliver Dalichau, der seit April 2010 auf seinem zweiten Auslandseinsatz für die älteste politische Stiftung in Luanda arbeitet.

„Ich habe nach dem Studiumende im Dezember 2001 eine Traineestelle in Bonn angetreten, in der Abteilung Wirtschaftspolitik. Sicherlich hat damals auch den Ausschlag gegeben, dass meine Diplomarbeit interdisziplinär angelegt war und sowohl von der Kuwi-Fakultät als auch bei den Wirtschaftswissenschaften bewertet wurde“, sagt der heute 36-jährige.

Und weiter: „Meine Zeit an der Oder und das Studium waren eine der besten Voraussetzungen für die späteren Tätigkeiten.“ Nach dem Jahr am Rhein folgten drei Jahren in der politischen Bildungsarbeit im Landesbüro der Stiftung in Thüringen mit jeder Menge Bratwürsten, Wanderungen und Einblicke in die politische Situation des Freistaates. Von 2006 – 2009 arbeitete der Kulturwissenschaftler dann in Indischen Ozean, da, wo Pfeffer und Vanille wachsen: in Madagaskar.

„Zugeben muss ich auch, dass ich bereits im Studium meistens nach links, manchmal aber auch in die andere Richtung geschaut habe und einige Aktivitäten nebenher gemacht habe: Schatzmeister der ViVadrina, Abgeordneter im Studierendenparlament, Mitglied diverser Uni-Ausschüsse und aktiv in der Juso-Hochschulgruppe“, ergänzt er.

Zu den wichtigsten Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Angola gehört die Begleitung des politischen Transformationsprozesses: „Angola ist heute eines der wirtschaftlich wichtigsten Ländern in Afrika – der Rohölexport ist der höchste des Kontinents.“so Oliver Dalichau. Die Arbeit der Stiftung richtet sich an Akteure des gesellschaftspolitischen Lebens im Lande. Gemeinsam mit ihnen werden Diskussionen über soziale Gerechtigkeit und die demokratische Zukunft geführt. In einem Land, in dem der Präsident bereits seit gut 31 Jahren an der Macht ist und die regierende Partei mehr als 80% der Stimmen im Parlament hat, eine nicht immer ganz einfache Aufgabe.

P.S.: Mehr Informationen finden Sie unter www.fes-angola.org