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Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften

Grundlagen

Grundlagen unserer Tätigkeit


Grundlage unserer Tätigkeit ist die Beijinger Deklaration der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
, die von der 61. Versammlung der Weltgesundheitsorganisation als verbindlich beschlossen wurde. In dieser Erklärung wird mit deutlichen Worten darauf hingewiesen, dass natürliche und traditionelle Medizinsysteme bevorzugt beforscht und auf ihre Nützlichkeit hin untersucht werden sowie dort – wo sinnvoll – in die medizinische Versorgung der Mitgliedsländer integriert werden sollen.

Unser Anknüpfungspunkt im deutschen SozialgesetzbuchV ist § 2, in dem der Begriff der „besonderen Therapierichtungen“ bereits 1989 eingeführt wurde: „Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen sind nicht ausgeschlossen. Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen“. Mit dem Terminus „besondere Therapierichtungen“ meinte der Gesetzgeber ausdrücklich homöopathische, phytotherapeutische sowie anthroposophische Arznei- und Heilmittel.

Der Bundesminister für Gesundheit, Dr. Philipp Rösler, weist in seinem Grußwort zur 44. Medizinischen Woche in Baden-Baden darauf hin, dass der "überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung (...) regelmäßig die Naturheilkunde und Alternativmedizin für sich in Anspruch" nimmt: "Der sinnvollen Einbeziehung von komplementären Heilmethoden in die Gesundheitsversorgung in unserem Land kommt somit eine wichtige gesundheitspolitische Bedeutung zu." Der Gesundheitsminiser wünscht sich "den Dialog zwischen komplementärer Medizin und Schulmedizin, dass es gelingt, das Beste aus beiden Systemen zusammenzufügen und damit gleichzeitig die Schwächen des jeweils anderen Systems auszugleichen sowie Nutzen und Wirksamkeit mit konkreten Ergebnissen aus hochwertigen Studien zu belegen."