Banner Viadrina

Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften

Projektübersicht

Erforschung von Regenerationsmechanismen bei Verletzung des Bewegungsapparates durch die Therapie von Mohamed Khalifa in einem multidisziplinären Foschungsverbund
Neues Projekt  

Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Projektart: Lehrstuhlprojekt

Finanzierung: Forschungsförderungsverein der Erkenntnisse von Mohamed Khalifa (FFVMK)

Projektbeginn: 17.12.2012

Mohamed Khalifa ist ein ägyptischer Manual-Therapeut, der mit spezieller Methodik viele Erfahrungen damit gesammelt hat, ruptierte Bänder, vor allem an den Fußgelenken bei Sportlern, durch eine einzige Sitzung wieder herzustellen. Er ist berühmt dafür, dass Sportgrößen, angefangen von Bundesligafußballspielern bis hin zu Olympiasportlern bei ihm Hilfe suchen. In einer ersten Studie konnten wir nachweisen, dass diese Methode überzufällig häufig zu vollständiger Wiederherstellung von Bändern innerhalb kurzer Zeit führt. In diesem Nachfolgeprojekt geht es darum, mögliche Mechanismen, wie etwa piezoelektrische Effekte, Druckeffekte auf die Matrix oder andere Effekte zu untersuchen, die für diesen Mechanismus verantwortlich sein könnten. Unser Institut führt die methodische Begleitung und die statistische Auswertung dieses multilateralen und internationalen Forschungsnetzwerkes durch.

 

Möglichkeiten und Grenzen des elektronischen Gesundheitscoachings bei Jugendlichen

Neues Projekt 2013

 Projektleitung: Jochen Krautwald

 Projektart: Promotion

 Betreuer der Promotion: Prof. Dr. Dr. Harald Walach

 Projektbeginn: 1. Januar 2013

Jugendliche von heute verbringen mehrere Stunden täglich vor elektronischen Medien. Alleine die Zeit, in der sie vor dem Computer sitzen, ist so erheblich, dass dies nicht ohne langfristige Auswirkung auf deren Gesundheit bleiben kann, weil in dieser Zeit jegliche Form sinnvoller Bewegung und des sozialen Austauschs, sprich, des sozialen Lernens, unterbleibt. Welchen Beitrag zur Gesundheitsförderung bei Jugendlichen kann unter diesen Umständen ein elektronisches Gesundheitscoaching leisten?

 

Brain, Mind & Healing: Achtsame Schule

Projektleitung: Solveig Herrnleben-Kurz, Charlotte Zenner

Projektart: Promotion

Betreuer der Promotion: Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Finanzierung: Sonstiges

Weitere Geldgeber:  Samueli Institute of Brain, Mind and Healing, Oberberg Stiftung Matthias Gottschaldt

Projektbeginn: 01.10.2010

Momentan arbeiten wir an der finalen Auswertung der Daten der Pilotstudien des Projektes AchtsameSchule. Es wurden dabei verschiedene Ansätze der Implementierung achtsamkeits-basierter Methoden im Schulsetting erprobt und sukzessive weiterentwickelt.

Das Projekt ist auf die Entwicklung eines Portfolios achtsamkeitsbasierter Übungen ausgerichtet, welches für den Bildungsbereich (Primarstufe) konzipiert ist. Es soll Lehrer_innen mit bestehender oder sich entwickelnder Achtsamkeitspraxis konkrete Vorschläge und Anregungen an die Hand geben, mit welchen sie Achtsamkeitsübungen einfach in ihren Unterricht integrieren können.

Im Zuge der Entwicklung des Portfolios wurden verschiedene Ansätze zur Integration von Achtsamkeitsübungen in den Schulalltag in zwei Grundschulen in Frankfurt (Oder) getestet. Das Programm wurde über einen Zeitraum von zwölf Monaten weiter entwickelt, um eine bessere Anpassung an das Setting mitsamt der unterschiedlichen Bedürfnissen und Gegebenheiten zu ermöglichen. Das Programm wurde als unterrichtsbegleitendes Training konzipiert und soll Lehrer_innen eine einfache Handhabe und Durchführung der Übungen ermöglichen und sie mit nötigem Material versorgen.

Gleichzeitig wurde das Programm in Bezug auf seine Wirkung, Durchführbarkeit („Feasibility“) und Akzeptanz  geprüft, wobei ein breites Spektrum an qualitativen und quantitativen Methoden zum Einsatz kam. Die Wirksamkeitsüberprüfung fokussiert  verschiedene psychologische Bereiche wie Selbstregulierung, Lebensqualität und Wohlbefinden, Aufmerksamkeit, Konzentration, Kreativität, Empathie und Sozialverhalten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Integration der Befunde der aktuellen Forschung auf dem Gebiet der Achtsamkeitsprogramme im schulischen Bereich. Mittels eines systematischen Reviews mit Metaanalyse wurde der Nutzen von Achtsamkeitsübungen in Schulen überprüft, sowie deren Herausforderungen beschrieben (Mindfulness-Based Interventions in Schools – A Systematic Review and Meta-Analysis, under review). Die Schlussfolgerung aus der Arbeit ist, dass Achtsamkeitsbasierte Interventionen für Kinder und Jugendliche ihre Versprechen halten könnten, insbesondere in Bezug auf bestimmte Bereiche. Die Verschiedenartigkeit der Studien, die Vielfalt in der Umsetzung der unterschiedlichen Programme und die breite Palette von verwendeten Messinstrumenten erfordern jedoch eine sorgfältige und differenzierte Betrachtung der Daten.

Eine Folgeuntersuchung zur Überprüfung der Tauglichkeit des Programms AchtsameSchule im Praxistest ist angedacht .


Ausführliche Infowebsite zum Projekt Achtsame Schule (extern)



Vom Klimawandel zum Bewusstseinswandel

Evaluation eines ganzheitlichen Bildungsansatzes für nachhaltige Entwicklung

 
Projektleitung: Jana Lemke

Projektart: Promotion

Betreuer der Promotion: Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Finanzierung: Sonstiges

Weitere Geldgeber: StK-Stiftung für Kooperationsforschung und kollektive Entwicklung

Projektbeginn: 01.09.2010

Immer wenn wir die Zeitung lesen oder die Nachrichten verfolgen, werden wir mit vielfältigen gobalen Herausforderungen wie Klimawandel, Finanzkrise und Lebensmittelknappheiten konfrontiert. Das macht deutlich, dass zukünftige Generationen sich mit wachsender Komplexität, Belastungen, Unsicherheit und Mangel an Nachhaltigkeit auseinandersetzen werden müssen.

Das Forschungsprojekt untersucht vor diesem Hintergrund das bewusstseins- und verhaltensverändernde Potenzial von Natur-und Gemeinschaftserfahrungen bei jungen Erwachsenen. Dabei liegt das übergeordnete Ziel darin, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen und umsetzbare Lösungsansätze für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu generieren.

Die Untersuchung dieser Erfahrungen wurde durch die Evaluation und langfristige Begleitung von Outdoor-Programmen für junge Erwachsene realisiert, welche darauf abzielen, Erfahrungen der „Interconnectedness“ mit der Natur zu vermitteln. Die Phänomenologie, der Prozess sowie die Effekte der Erfahrungen werden durch Methoden-Triangulation (den Zusammenschluss von qualitativen, quantitativen und intuitiven Daten) untersucht. 


Lebensstilbasierte Prävention von Demenz

Projekttitel: Alzheimer’s Prevention Programme

Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Harald Walach

Projektmitarbeiter: Postdoc: Dr.Martin Loef

Projektart: Lehrstuhlprojekt

Finanzierung: Sonstiges, Hans Gottschalk Stiftung

Projektbeginn: 01.08.2010

The first stage of our Alzheimer’s Prevention Program development is now complete. An empirical assessment of lifestyle factors has been carried out, with articles published on Alzheimer’s Disease and Lead, Zinc, Selenium, Copper, Iron, and Fruit & Vegetables. A systematic review and meta-analysis of the combined effects of lifestyle behaviours on all cause mortality were carried out, and the overall view of the project has been summarized in our article “Towards Primary Prevention of Alzheimer’s Disease“ (American Journal of Alzheimer’s Disease (2012) 1:-28). The next stage of the project involves the development and testing of a lifestyle prevention program for the prevention of Alzheimer’s disease.

 

Gesamtedition Virchow
Neue Beiträge zur Virchow-Forschung „Festschrift zum 70. Geburtstag von Christian Andree“

Projektleitung: Prof. Christian Andree

Projektart: Lehrstuhlprojekt

 

Ältere Projekte, abgeschlossen und fortlaufend

 

Psychophysikalische Korrelationen


Projektleitung: Harald Walach, Nikolaus v. Stillfried

In der Grundlagenforschung zum Thema Bewusstsein aber auch im Hinblick auf bestimmte Heilmethoden besteht eine zentrale Frage darin, ob und wenn ja wie die Psyche mit der physikalischen Welt wechselwirkt. In diesem Zusammenhang existiert eine bislang nicht abschließend geklärte Kontroverse um experimentelle Untersuchungen, in welchen Korrelationen zwischen der Intention von Versuchspersonen und physikalischen Zufallsprozessen beobachtet wurden. Während sich einerseits abzeichnet, dass solche experimentellen Ergebnisse wohl nicht verlässlich reproduzierbar sind, wurden andererseits vor einiger Zeit Daten aus einem modifizierten experimentellen Design vorgelegt, welche bisher zumindestens eine gewisse interne Reproduzierbarkeit aufzuweisen scheinen (von Lucadou, 2006). Im aktuellen Projekt geht es nun darum, diese Experimente einer Reanalyse zu unterziehen sowie einen ersten externen Replikationsversuch durchzuführen.

Ausgewählte Publikationen:

  • Bösch, H., Steinkamp, F. and Boller, E. (2006) Examining Psychokinesis: The Interaction of Human Intention with Random Number Generators - A Meta-Analysis. Psychological Bulletin 132(4): 497-523.
  • von Lucadou, W. (2006) Self-Organization of Temporal Structures - A Possible Solution for the Intervention Problem. AIP Conference Proceedings 863: 293.
  • von Stillfried, N. (2010) Theoretical and empirical explorations of “Generalized Quantum Theory”. Kulturwissenschftliche Fakultät, Europa Universität Viadrina, Frankfurt a. d. Oder: Doctoral Thesis

 

Prävention


Projektleitung: Dr. med. Werner Seebauer

Gesundheitsförderung und Prävention gehören zu den besonderen Anliegen unseres Instituts. In Kooperation mit anderen Partnern, insbesondere in der Stadt Frankfurt (Oder) sowie in der deutsch-polnischen Grenzregion, arbeiten wir an der Entwicklung von nachhaltigen Konzepten.

Als Leiter der Präventionsmedizin wurde Dr. med. Werner Seebauer, Gastprofessor des IntraG, gewonnen, der die Schwerpunkte in interdisziplinären Zusammenhängen der Ernährungs- und Sportwissenschaften mit der Immunologie verknüpft. Synergien ergeben sich mit der Umweltmedizin und der Gesundheitssystementwicklung, die durch unser Kompetenzzentrum und dessen Leiter, Dr. med. Ellis Huber, integriert sind.

 


Gesundheitskommunikation


Projektleitung: Dr. Silke Kirschning

Zu den Schwerpunkten in der Forschung gehören Fragestellungen der Gesundheitskommunikation. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen allgemeine Fragen der Kommunikation im Gesundheitswesen und zum Zusammenhang von Sprache und Gesundheit („sprechende Medizin“) sowie die Analyse von konkreten Kommunikationsstörungen und die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien. Dr. Silke Kirschning, Mitglied des Beirates unseres Instituts, beschäftigt sich mit Fragen der Internetnutzung durch Patienten. In "f & w - führen und wirtschaften im Krankenhaus" haben Dr. Silke Kirschning und Dr. Katja Flieger einen Artikel zum Thema: "Wettbewerbsvorteil Homepage - Worüber Kliniken im Internet informieren sollten" publiziert.



Medizinethik

Projektleitung: Prof. Dr. Joerden

Fragestellungen der Bioethik und Medizinethik widmet sich an der Viadrina das Interdisziplinäre Zentrum für Ethik (Institut IZE), das von Prof. Dr. Joerden geleitet wird, der gleichzeitig Mitglied des Vorstandes des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften ist. 



Medizingeschichte


Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp, Prof. Dr. Christian Andree

An der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina beschäftigen sich Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp, Professur für Mittelalterliche Geschichte Mitteleuropas und regionale Kulturgeschichte (http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/kg/mittelalter/index.html) in Forschung und Lehre mit Fragestellungen der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des 14.-18., insbesondere mit der Geschichte der Seuchen und Hospitäler, der medizin. Ethik, der Psychiatrie, sowie Prof. Dr. Christian Andree, Honorarprofessor für Wissenschafts- und Medizingeschichte, insbesondere mit Fragestellungen der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der Balneologie und Thalassotherapie sowie insbesondere mit Rudolf Virchow.
Mehr zur Medizingeschichte...

XENOS: Interkulturelle Kompetenz zum Rettungsassistenten

Projektleiter: Tjalf Hoyer

Träger dieses vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Programms ist die European Business Academy mit Sitz in Berlin (EBA), die in der Konzeption und Umsetzung der interkulturellen Inhalte mit dem IntraG der Europa-Universität Viadrina kooperiert.

Im IntraG selbst zeichnet seit 1.08.2010 Tjalf Hoyer für das Projekt verantwortlich, der als Kulturwissenschaftler sowie Rettungssanitäter in Personalunion nicht nur über kulturtheoretisches Wissen verfügt, sondern auch die praktische Realität im deutschen Rettungswesen kennt.
Mehr zum Projekt XENOS...

Rudolf Virchow und die transkulturellen Gesundheitswissenschaften

 

Rudolf Virchow gilt als der Begründer der modernen Medizin. Sein Name steht für eine streng wissenschaftlich orientierte Medizin. Die heutige Schulmedizin sieht in ihm einen ihrer wichtigsten geistigen Urväter. Allerdings gibt es im Werk Virchows wichtige Anknüpfungspunkte zu den transkulturellen Gesundheitswissenschaften.
Mehr zur Forschungsstelle Rudolf Virchow...


Interkulturelle Studien


An der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina wurden im Lehrstuhl für Linguistische Kommunikations- und Medienforschung folgende Dissertationen abgeschlossen, die sich mit Fragestellungen transkultureller Gesundheitswissenschaften beschäftigen:

Krajewski, Sabine: Life Goes On. And Sometimes It Doesn't.A comparative study of medical drama in the US, Great Britain and Germany (= Europäische Hochschulschriften Reihe 30: Theater- Film- und Fernsehwissenschaften  Band 85).Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2002. http://www.peterlang.de

Wrobel, Ursula  Andere Länder - Andere Sites. Bewältigung von Tabudiskursen in Online-Produktwerbung mit Hilfe von Abschwächungsstrategien unter besonderer Berücksichtigung von Heding. Ein Vergleich US-amerikanischer und deutscher Websites im Kontext interkultureller und werblicher Kommunikation(= Kulturwissenschaftliche Werbeforschung  Band 2).Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003 http://www.peterlang.de