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Publikation: Anne Holper, Lars Kirchhoff

Holper_Kirchoff_Bristol ©Bristol University Press

Anne Holper, Lars Kirchhoff: Rethinking the Professionalisation of Peace Mediation, in: Catherine Turner, Martin Wählisch (Hg.): Rethinking Peace Mediation – Challenges of Contemporary Peacemaking Practice, Bristol: Bristol University Press, 2021, S. 355-372. Re-published with permission of Bristol University Press, UK. 

Das Kapitel nimmt die Veränderungen in den Blick, die das Feld der Friedensmediation im Zuge der methodischen Professionalisierung und partiellen normativen Regulierung der vergangenen zehn Jahren durchlaufen hat. Diese beiden eng miteinander verwobenen Prozesse haben das Feld der Vermittlung politischer Konflikte entscheidend geprägt: die Grundkonzepte, Stile und Ansätze des Vermittelns, das Selbstverständnis von, die Rollen und die Interaktion zwischen relevanten Akteuren, sowie den daraus resultierenden Charakter von Vermittlungsprozessen und Vereinbarungen. Unklar geblieben ist dabei jedoch bis heute, ob und inwiefern sich die Professionalisierung und Regulierung des Vermittelns tatsächlich auch auf die Ergebnisse von vermittelten Verhandlungen auswirken. Vor diesem Hintergrund zeichnet das Kapitel stichprobenartig nach, inwieweit sich der Paradigmenwechsel von dem traditionell personalisierten Vermittlungsverständnis zur heutigen professionalisierten Mediationsexpertise in Friedensprozessen und Vereinbarungen abbildet und in welche Bereiche diese Bemühungen bislang nicht vorgedrungen sind. 

Copyright Cover und Text: Bristol University Press