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Promotion: Katharina Kowalski

Kowalski ©Katharina Kowalski

Katharina Kowalski: Feminismus als Denkstil. Zur Frauen- und Geschlechterforschung im Polen der Transformationszeit. 

Katharina Kinga Kowalski hat am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien ZIP die Dissertation „Feminismus als Denkstil. Zur Frauen- und Geschlechterforschung im Polen der Transformationszeit“ vorgelegt. Aus einer historisch-kulturanthropologischen Perspektive zeichnet sie die transnationale Entstehung und Entwicklung des Feminismus an der Schnittstelle von Bewegung und Wissenschaft seit den 1980er Jahren nach. Theoretisch orientiert sich die Untersuchung an der Denkstil-Theorie von Ludwik Fleck. Im Zuge mehrerer Forschungsaufenthalte erschloss Frau Kowalski Interviews, Archivmaterial und graue Literatur als wichtige zeithistorische Quellen erstmalig für die Forschung. Die Arbeit leistet einen dringend benötigten geschlechterhistorischen Beitrag zu einer sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelnden Historiographie der Transformationszeit. Mit der Dissertation wird darüber hinaus die Polyphonie und Komplexität des feministischen Denkstils in seiner wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz aufgezeigt, was nicht zuletzt in Zeiten zunehmender Angriffe auf Feminismus und Wissenschaftsfreiheit von aktuellem Belang ist.