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Promotion: Katharina Götting

Foto_Götting ©Katharina Götting

Katharina Götting: Mediation als Standardverfahren für Baukonflikte: Vorteile, Nachteile und Ausgestaltung von Mediationsverfahren in deutschen Baurechtsstreitigkeiten.

Bauvorhaben sind überproportional konfliktanfällig. Dies ist branchenspezifisch und gilt sowohl für die USA als auch für Deutschland. Darüber hinaus sind die daraus resultierenden Streitigkeiten schwer justiziabel und münden überwiegend in einen Vergleich. In den USA wird Baumediation deshalb schon seit vielen Jahren erfolgreich als bevorzugte Verfahrensform genutzt, um Baustreitigkeiten beizulegen. Die in den USA gewonnen empirischen Daten belegen, dass Mediation in den meisten Fällen einem Gerichtsverfahren vorzuziehen ist. Die parallelen Strukturen sowohl der Baubranche als auch der Bauprozesse in beiden Ländern erlauben es, die empirischen Daten auch auf Deutschland anzuwenden. Unter Berücksichtigung der länderspezifischen Unterschiede ergibt sich auch für Deutschland ein eindeutiger Vorteil der Mediation zur Konfliktbeilegung gegenüber einem Zivilprozess. Um Mediation als Standardverfahren zu etablieren, empfiehlt es sich, eine Mediationsklausel in Bauverträge mit aufzunehmen.