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Publikation: Susann Worschech

deutsch-ukrainische-kulturbez_worschech ©Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)

Worschech, Susann: Deutsch-ukrainische Kulturbeziehungen. Veränderungen nach dem Euromaidan (ifa-Edition Kultur und Außenpolitik). Stuttgart: ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), 2020.

Mit ihrer Studie „Deutsch-ukrainische Kulturbeziehungen. Veränderungen nach dem Euromaidan“ legt die Sozialwissenschaftlerin Susann Worschech ein umfangreiche Bestandsaufnahme der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in der Ukraine, der wechselseitigen Beziehungen und Veränderungen im ukrainischen Kultursektor seit 2014 vor. Während die Ukraine in den deutschen Medien überwiegend als der Schauplatz eines europäischen Krieges und mit Fokus auf politischen Wandel (oder Stagnation) wahrgenommen wird, fehlt es gesellschaftlichen Entwicklungen, darunter auch Kunst und Kultur, an Aufmerksamkeit. Gerade hier ist in der Ukraine vieles in Bewegung: Kunst und Kultur haben einen großen Anteil an der Verarbeitung von Krieg, Annexion und Binnenflucht; sie tragen wesentlich zu Demokratisierungs- und Europäisierungsprozessen bei und bieten progressiven, kritischen Ideen und Diskursen eine Plattform. Die Studie zeigt, wie sich Kunst und Kultur politisiert haben und wie Austausch und Kooperationen, darunter Städtepartnerschaften, sich entwickeln. Die Studie nimmt aber auch Strukturen und Defizite der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit vor allem im Wissenschaftsbereich in den Blick und zeigt Potenziale und konkrete Handlungsbedarfe auf.
 
Online: https://doi.org/10.17901/AKBP1.03.2020

Copyright Cover: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)