Rüdiger Schulzke
Als Fachanwalt für Versicherungsrecht streitet er sich außerdem häufig mit Versicherungen, die für Schäden nicht oder nur unvollständig aufkommen wollen. Und ab und zu hat er es auch mit ganz skurrilen Fällen zu tun - zum Beispiel, wenn ein Metzgereigeschäft tonnenweise gefrorene Innereien bekommt, die es gar nicht bestellt hat. Seit 1992 beschäftigt sich Schulzke schon mit Paragraphen und Gesetzestexten. Der gebürtige Berliner gehörte 1992 zu den ersten Studenten, die sich an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) einschrieben. „Recht hat mich schon immer fasziniert, weil man Sachverhalte aus bestimmten Lebenssituationen nach festen Regeln beurteilen muss“, sagt er. Deshalb fiel die Wahl des Studienfachs nicht schwer.
„Die ersten Jahre an der Viadrina waren eine Zeit des Aufbaus, man konnte sich mit einbringen“, erinnert er sich. Weil die Uni sehr familiär war, hat er auch viele Kontakte knüpfen können, die bis heute halten. Das Studium endete 1998 mit dem Ersten Staatsexamen. Nach dem Referendariat folgte das Zweite Staatsexamen. Im Anschluss praktizierte er ein Jahr lang als angestellter Anwalt in einer Kanzlei in der Oderstadt. Dann ergab sich für ihn die Möglichkeit, sich in Fürstenwalde selbstständig zu machen. Dort mieteten er und sein Sozius Karl Täschner zunächst Räume in der Nähe des Amtsgerichtes an. Inzwischen haben sie den benachbarten, mehrgeschossigen Altbau in der Nachbarschaft gekauft und saniert und betreiben ihre erfolgreiche Kanzlei in den neuen Räumen. Die beiden Anwälte beschäftigen zwei Mitarbeiterinnen und bilden aus. Derzeit lernen zwei Rechtsanwaltsfachangestellte bei ihnen.

