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Christian Lombardt

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Wellness und Schönheit Tag für Tag: Christian Lombardt vor der ausgebauten Remise an der Kollwitzstraße, in der selbst sonntags Massagen angeboten werden.
Berlin – Christian Lombardt betreibt mitten im Berliner Szene-Kiez am Kollwitzplatz eine Oase für gestresste Großstädter. 2005 hat er mit seinem Geschäftspartner, dem Physiotherapeuten Kai Zimmermann, das Wellness-Zentrum „Die Wohlfühler“ im Prenzlauer Berg eröffnet. Täglich bieten dort rund 50 Mitarbeiter Massagen, Kosmetik und Kurse jeglicher Art an – vom autogenen Training über Pilates, Quigong, Stressbewältigung und Geburtsvorbereitung bis hin zu Yoga in verschiedensten Varianten.

„Wir waren zwei Jungs mit ein bisschen Geld und einer tollen Idee“, erinnert sich Lombardt. Er wollte keine „Massagebude“ eröffnen, sondern ein Zentrum, in dem sich Menschen begegnen. Das Geschäft mit der Schönheit und Gesundheit läuft. „Wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Nach und nach haben die beiden die Räume erweitert. Inzwischen arbeiten die Wohlfühler auf rund 600 Quadratmetern in einem sanierten Altbau.

Wäre es nach dem Großvater gegangen, wäre der 38-Jährige heute Geschäftsführer einer Elektro-Firma in Bad Saarow (Oder-Spree). Doch der Enkel wollte den Betrieb nicht übernehmen. Christian Lombardt entschied sich für ein Jurastudium an der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Bereits nach wenigen Semestern musste er es jedoch für seinen Zivildienst im Öko-Speicher Wulkow unterbrechen. Nach dieser Zeit voller praktischer Arbeit fiel der Wiedereinstieg in das theorielastige Studium schwer. Es kamen andere Interessen hinzu, die mit Gesetzestexten nichts mehr zu tun hatten: Christian Lombardt ließ sich zum Körpertherapeuten und Reiki-Meister ausbilden. Bei dieser aus Japan stammenden Behandlungsform soll Energie durch das Auflegen der Hände übertragen werden. Er ist außerdem Mediator und hat eine Ausbildung in Neurolinguistischer Programmierung (NLP) absolviert.

Irgendwann schmiedete er mit seinem heutigen Geschäftspartner den Plan, das Wellness-Zentrum zu eröffnen. Der heute stadtbekannte Firmenname entstand auf einer Namensfindungs-Party. „Die Gäste waren eingeladen, ihre Ideen an präparierte Wände zu schreiben“, erzählt Lombardt.

Seine Zusatzausbildungen kann Christian Lombardt als Wohlfühler anwenden. „Ich merke aber auch immer wieder, wie viel auch das Jurastudium gebracht hat. Ich musste mich zwar durch die Hausarbeiten quälen, habe dabei aber gelernt, gründlich und strukturiert zu arbeiten“, sagt er. Das Studium sei ein gutes Fundament gewesen für die Arbeit, zu der auch Kundenbetreuung, Marketing und Werbung gehören. An die Viadrina, an der er von 1992 bis 2002 eingeschrieben war, denkt er noch gern zurück und manchmal bedauert Christian Lombardt es schon, dass er das Studium nicht beendet hat.