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Allgemeine Begründung für die Internationalisierung

Danach sollte die Internationalisierung zu aller erst der Bereicherung der Wissenschaft in Forschung und Lehre dienen. Sie ergibt sich aus der kulturellen Vielfalt internationaler Erfahrungen, der daraus folgenden unterschiedlichen Fragestellungen für die Forschung, der Differenzierung von Problemen und Antworten im Dialog der Wissenschaftskulturen und nicht zuletzt der Verständigungsfähigkeit in einer ökonomisch und kulturell globalisierten Welt, die sich nicht nur in Europa bis auf die Ebene der Kommunen auswirkt. Die Wissenssoziologie hat uns seit langem gelehrt, dass unser Denken und Handeln durch unsere sozialen und kulturellen Erfahrungen und (oft unbewussten!) Selbstverständnisse geprägt sind. Daher kommt ein wissenschaftlicher Austausch solcher Erfahrungen dem Reichtum der Erkenntnisse und der Lösungen anstehender Probleme – gleich welcher Art – zugute. Die Verständigungsfähigkeit wird durch Internationalisierung von Forschung und Lehre gefördert, weil kulturelle Missverständnisse, die oft an der Wurzel von Konflikten liegen, eingeschränkt werden können und weil durch die Gegenüberstellung unterschiedlicher Positionen, die auch mit Konflikten einhergeht, erst die Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten herausgearbeitet werden kann. Die Verständigungsfähigkeit ist darüber hinaus erforderlich, weil auch scheinbar rein technische Entscheidungen oder Lösungen in Politik oder Wirtschaft immer erneut kulturell vermittelt werden müssen, um akzeptiert und wirksam umgesetzt werden zu können.

Schließlich hilft die Internationalisierung von Wissenschaft dabei, schnell über neue Forschungsergebnisse informiert zu sein und damit den eigenen Forschungsstand schneller fortentwickeln zu können.

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