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Viadrina Center for Graduate Studies

Lebensformen und Lebenswissen

lebensformenwissen

Kontakt und weitere Informationen: Prof. Dr. Andrea Allerkamp, Professur für westeuropäische Literaturen, +49(0)335-5534-2573 (Phone), Webseite des Kollegs

Das von der DFG finanzierte Graduiertenkolleg Lebensformen und Lebenswissen, der Nachfolger des Frankfurter Graduiertenkollegs Repräsentation – Rhetorik – Wissen, bietet seit dem Wintersemester 2005/2006 geistes- und kulturwissenschaftlichen Doktoranden verschiedener Disziplinen einen Rahmen für die Realisierung ihrer Dissertationen und die Fortentwicklung ihrer wissenschaftlichen Qualifikation. Das Kolleg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder und der Universität Potsdam.

Ziel des Graduiertenkollegs ist es, eine neue kulturwissenschaftliche Perspektive auf den Begriff des Lebens zu gewinnen, der sich von den verbreiteten biowissenschaftlichen Auffassungen dieses Begriffs unterscheidet. Ein solcher kulturwissenschaftlicher Begriff vom Leben hängt entscheidend davon ab, dass man der wesentlichen Verbindung von Leben und Wissen Rechnung trägt. Das Graduiertenkolleg setzt sich somit von einem Denken ab, das ein rein äußerliches Verhältnis von Leben und Wissen behauptet, und zielt auf die Untersuchung von Theorien, Praktiken und Künsten des lebensimmanenten Wissens. „Lebenswissen“ ist, in diesem Sinne verstanden, ein Wissen vom Leben, das im Leben gewonnen, formuliert, tradiert und zirkuliert wird. Es kann nur im Leben selbst geformt werden und bezieht sich auf ein Leben, das seinerseits nur durch Wissen Form gewinnen kann. Einen solchen, anspruchsvollen Begriff des Lebens wiederzugewinnen und in seinen Implikationen zu durchdenken, ist das Ziel des Forschungsprogramms des Kollegs.

An dieser Aufgabe arbeiten im Rahmen des Kollegs zwölf finanziell geförderte Doktoranden, ein Postdoktorand sowie assoziierte Promovenden aus verschiedenen Disziplinen der Kulturwissenschaften (unter ihnen Literaturwissenschaftler, Philosophen, Kunsthistoriker, Soziologen). Betreut werden die internationalen Nachwuchswissenschaftler dabei durch zwölf Professoren von beiden Universitäten. Andrea Allerkamp und Logi Gunnarsson vertreten das Kolleg als Sprecher.