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Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften

Projektübersicht

Achtsame Schule


Projektleiter: Harald Walach, Solveig Herrnleben-Kurz (Dipl. Psych), Charlotte Zenner (Dipl. Psych) & Dr. Gisela Full (Dipl. Päd.).

Momentan arbeiten wir an der Entwicklung eines Portfolios achtsamkeitsbasierter Interventionen für den Bildungsbereich. Dabei wollen wir Lehrer_innen konkrete Vorschläge und Inspiration an die Hand geben, mit welchen sie Achtsamkeitsübungen einfach in ihren Unterricht integrieren können.

Außerdem führen wir wissenschaftliche Untersuchungen durch, um die Wirkung von Achtsamkeitstrainings im Schulalltag zu überprüfen. Dabei richten wir unser Hauptaugenmerk auf Selbstregulation, Lebensqualität und Wohlbefinden, Aufmerksamkeit, Konzentration und Kreativität, Empathie und Sozialverhalten.

Ausführliche Infowebsite zum Projekt Achtsame Schule (extern)



Vom Klimawandel zum Bewusstseinswandel

Evaluation eines ganzheitlichen Bildungsansatzes für nachhaltige Entwicklung

 
Projektleitung: Jana Lemke, Harald Walach
 
Immer wenn wir die Zeitung lesen oder die Nachrichten verfolgen, werden wir mit vielfältigen gobalen Herausforderungen wie Klimawandel, Finanzkrise und Lebensmittelknappheiten konfrontiert. Das macht deutlich, dass zukünftige Generationen sich mit wachsender Komplexität, Belastungen, Unsicherheit und Mangel an Nachhaltigkeit auseinandersetzen werden müssen. Der Schwerpunkt unseres interdisziplinären Forschungsprojektes liegt in der Begleitung und Evaluation eines ganzheitlich orientierten Schulklassen-Programmes, das im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" umgesetzt wird. Das Programm richtet sich an 16- bis 18-jährige Schüler und wird in Form einer 9-tägigen Klassenfahrt in das bestehende Unterrichtskurrikulum eingegliedert. Wir untersuchen über einen Zeitraum von 6 Monaten, welche Auswirkungen dieser partizipative und erfahrungsbasierte Ansatz auf das Leben der jungen Teilnehmer hat.
 

Lebensstilbasierte Prävention von Demenz

 

Projektleitung: Harald Walach, Martin Loef

Die Gesellschaft altert. Damit einher steigt die Prävalenz altersassoziierter Erkrankungen, allen voran die Alzheimer Krankheit als Hauptursache aller Demenzen. Es wurde prognostiziert, dass die Anzahl weltweit an Demenz erkrankter Personen von gegenwärtig ca. 35,6 Millionen auf über 115 Millionen im Jahr 2050 zuzunehmen wird. In Deutschland wurde die Krankenzahl auf 2,6 Millionen Personen in 2050 geschätzt bei einer Gesamtbevölkerung von dann 69,5 Millionen.

Unsere Gruppe widmet sich der Untersuchung der lebensstilbasierten Primärprävention der sporadischen Alzheimer Krankheit und vaskulären Demenz. Über systematische Übersichtsarbeiten wird zunächst eruiert, welche Faktoren relevant für die Reduktion des Risikos einer späteren Demenzerkrankung sind. Die Lebensstil-Faktoren lassen sich in vier Bereiche gliedern:

a. Ernährung,
b. Vermeidung von Toxinen,
c. Kultur des Bewusstseins,
d. soziale und physische Aktivität.

Auf Basis der Prüfung der vier Lebensstilbereiche wird ein Präventionsprogramm entworfen, dessen Implementierbarkeit und klinische Wirksamkeit in einer Folge von Studien getestet werden soll. Dadurch kann geklärt werden, welche sozio-ökonomischen und kulturellen Determinanten der
Risikofaktoren existieren, wie es individualisiert werden muss und welche Faktoren/ Anreize die Umsetzung und Beibehaltung präventiver Maßnahmen bedingen. Alle Einzelschritte führen auf das Ziel einer auf individuelle Bedürfnisse und Vorlieben maßgeschneiderten Demenz-Prävention, die der Aufrechterhaltung kognitiver Leistungsfähigkeit im Alter dient.
Mehr zur Prävention von Demenz...

Ausgewählte Publikationen
  • Mutter J, Naumann J, Sadaghiani C, Schneider R, Walach H. Alzheimer disease: mercury as pathogenetic factor and apolipoprotein E as a moderator. Neuro Endocrinol Lett. 2004 Oct;25(5):331-9.
  • Mutter J, Curth A, Naumann R, Deth R, Walach H. Does Inorganic Mercury Play a Role in Alzheimer’s Disease? A Systematic Review and an Integrated Molecular Mechanism. J Alzheimer's Dis. 2010;22(2):357-74.
  • Walach H, Loef M. A Lifestyle Program for the Prevention of Alzheimer's Disease. J Tradit Chin Med. 2011;31(Supplement):18.
  • Loef M, Schrauzer GN, Walach H. Selenium and Alzheimer's disease: A Systematic Review. J Alzheimer's Dis. 2011;26(1):81-104.
  • Loef M, Walach H. Copper and iron in Alzheimer’s disease: a systematic review and its dietary implications. Br J Nutr. 2011;published online: 18 July 2011.
  • Loef M, Mendoza LF, Walach H. Lead (Pb) and the Risk of Alzheimer’s Disease or Cognitive Decline: A Systematic Review. Toxin Rev. 2011:in press.

 

Psychophysikalische Korrelationen


Projektleitung: Harald Walach, Nikolaus v. Stillfried

In der Grundlagenforschung zum Thema Bewusstsein aber auch im Hinblick auf bestimmte Heilmethoden besteht eine zentrale Frage darin, ob und wenn ja wie die Psyche mit der physikalischen Welt wechselwirkt. In diesem Zusammenhang existiert eine bislang nicht abschließend geklärte Kontroverse um experimentelle Untersuchungen, in welchen Korrelationen zwischen der Intention von Versuchspersonen und physikalischen Zufallsprozessen beobachtet wurden. Während sich einerseits abzeichnet, dass solche experimentellen Ergebnisse wohl nicht verlässlich reproduzierbar sind, wurden andererseits vor einiger Zeit Daten aus einem modifizierten experimentellen Design vorgelegt, welche bisher zumindestens eine gewisse interne Reproduzierbarkeit aufzuweisen scheinen (von Lucadou, 2006). Im aktuellen Projekt geht es nun darum, diese Experimente einer Reanalyse zu unterziehen sowie einen ersten externen Replikationsversuch durchzuführen.

Ausgewählte Publikationen:

  • Bösch, H., Steinkamp, F. and Boller, E. (2006) Examining Psychokinesis: The Interaction of Human Intention with Random Number Generators - A Meta-Analysis. Psychological Bulletin 132(4): 497-523.
  • von Lucadou, W. (2006) Self-Organization of Temporal Structures - A Possible Solution for the Intervention Problem. AIP Conference Proceedings 863: 293.
  • von Stillfried, N. (2010) Theoretical and empirical explorations of “Generalized Quantum Theory”. Kulturwissenschftliche Fakultät, Europa Universität Viadrina, Frankfurt a. d. Oder: Doctoral Thesis

 

Prävention


Projektleitung: Dr. med. Werner Seebauer

Gesundheitsförderung und Prävention gehören zu den besonderen Anliegen unseres Instituts. In Kooperation mit anderen Partnern, insbesondere in der Stadt Frankfurt (Oder) sowie in der deutsch-polnischen Grenzregion, arbeiten wir an der Entwicklung von nachhaltigen Konzepten.

Als Leiter der Präventionsmedizin wurde Dr. med. Werner Seebauer, Gastprofessor des IntraG, gewonnen, der die Schwerpunkte in interdisziplinären Zusammenhängen der Ernährungs- und Sportwissenschaften mit der Immunologie verknüpft. Synergien ergeben sich mit der Umweltmedizin und der Gesundheitssystementwicklung, die durch unser Kompetenzzentrum und dessen Leiter, Dr. med. Ellis Huber, integriert sind.

 


Gesundheitskommunikation


Projektleitung: Dr. Silke Kirschning

Zu den Schwerpunkten in der Forschung gehören Fragestellungen der Gesundheitskommunikation. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen allgemeine Fragen der Kommunikation im Gesundheitswesen und zum Zusammenhang von Sprache und Gesundheit („sprechende Medizin“) sowie die Analyse von konkreten Kommunikationsstörungen und die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien. Dr. Silke Kirschning, Mitglied des Beirates unseres Instituts, beschäftigt sich mit Fragen der Internetnutzung durch Patienten. In "f & w - führen und wirtschaften im Krankenhaus" haben Dr. Silke Kirschning und Dr. Katja Flieger einen Artikel zum Thema: "Wettbewerbsvorteil Homepage - Worüber Kliniken im Internet informieren sollten" publiziert.



Medizinethik

Projektleitung: Prof. Dr. Joerden

Fragestellungen der Bioethik und Medizinethik widmet sich an der Viadrina das Interdisziplinäre Zentrum für Ethik (Institut IZE), das von Prof. Dr. Joerden geleitet wird, der gleichzeitig Mitglied des Vorstandes des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften ist. 



Medizingeschichte


Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp, Prof. Dr. Christian Andree

An der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina beschäftigen sich Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp, Professur für Mittelalterliche Geschichte Mitteleuropas und regionale Kulturgeschichte (http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/kg/mittelalter/index.html) in Forschung und Lehre mit Fragestellungen der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des 14.-18., insbesondere mit der Geschichte der Seuchen und Hospitäler, der medizin. Ethik, der Psychiatrie, sowie Prof. Dr. Christian Andree, Honorarprofessor für Wissenschafts- und Medizingeschichte, insbesondere mit Fragestellungen der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der Balneologie und Thalassotherapie sowie insbesondere mit Rudolf Virchow.
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XENOS: Interkulturelle Kompetenz zum Rettungsassistenten

Projektleiter: Tjalf Hoyer

Träger dieses vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Programms ist die European Business Academy mit Sitz in Berlin (EBA), die in der Konzeption und Umsetzung der interkulturellen Inhalte mit dem IntraG der Europa-Universität Viadrina kooperiert.

Im IntraG selbst zeichnet seit 1.08.2010 Tjalf Hoyer für das Projekt verantwortlich, der als Kulturwissenschaftler sowie Rettungssanitäter in Personalunion nicht nur über kulturtheoretisches Wissen verfügt, sondern auch die praktische Realität im deutschen Rettungswesen kennt.
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Rudolf Virchow und die transkulturellen Gesundheitswissenschaften

 

Rudolf Virchow gilt als der Begründer der modernen Medizin. Sein Name steht für eine streng wissenschaftlich orientierte Medizin. Die heutige Schulmedizin sieht in ihm einen ihrer wichtigsten geistigen Urväter. Allerdings gibt es im Werk Virchows wichtige Anknüpfungspunkte zu den transkulturellen Gesundheitswissenschaften.
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Interkulturelle Studien


An der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina wurden im Lehrstuhl für Linguistische Kommunikations- und Medienforschung folgende Dissertationen abgeschlossen, die sich mit Fragestellungen transkultureller Gesundheitswissenschaften beschäftigen:

Krajewski, Sabine: Life Goes On. And Sometimes It Doesn't.A comparative study of medical drama in the US, Great Britain and Germany (= Europäische Hochschulschriften Reihe 30: Theater- Film- und Fernsehwissenschaften  Band 85).Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2002. http://www.peterlang.de

Wrobel, Ursula  Andere Länder - Andere Sites. Bewältigung von Tabudiskursen in Online-Produktwerbung mit Hilfe von Abschwächungsstrategien unter besonderer Berücksichtigung von Heding. Ein Vergleich US-amerikanischer und deutscher Websites im Kontext interkultureller und werblicher Kommunikation(= Kulturwissenschaftliche Werbeforschung  Band 2).Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003 http://www.peterlang.de