Institut für Konfliktmanagement
Projekte Internationale Friedensförderung (Center for Peace Mediation)
Capacity-Building
Förderung von Konfliktmanagement in der afghanischen Zivilgesellschaft und Verwaltung
2009-2010
Das Center for Peace Mediation (CPM) führte von März 2009 bis März 2010 in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, der Humboldt-Viadrina School of Governance, swisspeace und Transparency International ein Capacity-Building-Projekt zur Förderung von Konfliktmanagement-Kapazitäten und zum Aufbau transparenter Strukturen in der afghanischen Zivilgesellschaft und Verwaltung durch.
Ziel des Projekts war die nachhaltige Stärkung der Diskurs-, Partizipations- und Konfliktmanagement-Fähigkeiten von Akteuren und Multiplikatoren der afghanischen Zivilgesellschaft und Verwaltung. Im Zentrum standen dabei der Erwerb von Wissen und Fähigkeiten im Bereich mediativer Vermittlungsmethodik und die Stärkung vorhandener Konfliktmanagement-Ressourcen.
Im Rahmen des Projekts fand im Juli 2009 ein zweiwöchiger Workshop für zwölf afghanische NGO-VertreterInnen und Verwaltungsangestellte aus der Region Kundus in Berlin statt. Die inhaltliche Konzeption und das Curriculum des Workshops entstand unter Federführung des Center for Peace Mediation (CPM). Im Rahmen eigenständig konzipierter Projekte erprobten die Akteure innerhalb ihrer jeweiligen Tätigkeitsbereiche die erlernten Methoden und gaben diese jeweils wiederum an ausgewählte afghanische Akteure weiter.
Die Inhalte des Berliner Lehrgangs trugen sowohl den Besonderheiten der traditionellen Diskurs- und Konfliktlösungsmechanismen als auch den aktuellen Organisationsstrukturen in der afghanischen Gesellschaft Rechnung. Neu an dem Trainingskonzept war vor allem die unmittelbare Praxisorientierung und der Ansatz, Vertreter politischer Entscheidungsebenen gemeinsam und gleichberechtigt mit Akteuren der Zivilgesellschaft zu schulen. So sollten Entscheidungsstrukturen gefördert werden, die die Zivilgesellschaft von Beginn an mit berücksichtigte.
Schirmherr des Projektes war unter anderem der Gründer von Transparency International, Peter Eigen. Gefördert wurde das Projekt aus dem Stabilitätspakt Afghanistan des Auswärtigen Amts.

