Institut für Konfliktmanagement
Projekte Internationale Friedensförderung (Center for Peace Mediation)
5. Treffen des Mediation Support Network bei der Crisis Management Initiative (CMI) in Helsinki
Vom 6. bis 8. Juni 2011 fand in Helsinki unter der Gastgeberschaft der Crisis Management Initiative (CMI) das fünfte Treffen des Mediation Support Network statt, dem das Center for Peace Mediation seit 2008 angehört. Die ca. halbjährlich stattfindenden Konferenzen wurden zuvor von swisspeace in Bern, Conciliation Resources in London, der Folke Bernadotte Academy in Sandö, Schweden, und dem Centre for Humanitarian Dialogue in Genf ausgerichtet.
Das Mediation Support Network ist ein Zusammenschluss internationaler Praxis- und Wissenschaftsinstitutionen, die sich kontinuierlich über den Status Quo und die Optimierung von Aktivitäten und Strukturen im Bereich Peace Mediation Support abstimmen und teilweise auch gemeinsame Projekte durchführen. Neben dem Austausch über aktuelle Entwicklungen im Bereich Peace Mediation besteht das Ziel des Netzwerks darin, die Qualität mediativer Interventionen in Friedensprozessen nachhaltig zu verbessern, beispielsweise indem gemeinsam an der weiteren Professionalisierung von Ausbildungs- und Capacity-Building-Maßnahmen und internen Qualitätsmanagementstrukturen gearbeitet wird und die Aktivitäten der Mitglieder besser miteinander koordiniert werden. Dem Netzwerk gehören neben dem CPM folgende elf Organisationen an: African Centre for the Constructive Resolution of Disputes (ACCORD), Durban (South Africa), Berghof Peace Support (BPS), Berlin, Centre for Humanitarian Dialogue (HD Centre), Genf, Conciliation Resources (CR), London, Crisis Management Initiative (CMI), Brüssel/Helsinki, Folke Bernadotte Academy (FBA), Stockholm, Initiative for Crisis Prevention through Quiet Diplomacy (ICPQD), Ottawa, Mediation Support Project von swisspeace, Bern/ETH Center for Security Studies, Zürich, United Nations Mediation Support Unit (MSU), New York, United States Institute of Peace (USIP), Washington, und West Africa Network for Peacebuilding (WANEP), Accra (Ghana).
Im Zentrum des fünften Netzwerktreffens stand die Frage, wie die Koordination und Kooperation zwischen Mediatoren und anderen Dritt-Parteien-Akteuren in Friedensprozessen verbessert werden kann. Anhand von Projekten der Mitgliedsorganisationen wurden am ersten Tag Lernerfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Entwicklungsorganisationen, dem Militär- und Sicherheitssektor und regionalen oder internationalen Organisationen gezogen und wurden Möglichkeiten erarbeitet, wie diese Zusammenarbeit optimiert werden kann.
Am zweiten Tag diskutierten die Teilnehmer mit Martti Ahtisaari, Friedensnobelpreisträger sowie Gründer und Vorsitzender von CMI, über die aktuellen Kernherausforderungen im Bereich Peace Mediation. Am Nachmittag erarbeiteten die Teilnehmer in einer durch das Center for Peace Mediation moderierten strategischen Sitzung, wie die Strukturen des Netzwerks modifiziert und weiter ausgebaut werden sollen, um den Interessen der Mitglieder und den Handlungsnotwendigkeiten im Peace Mediation Bereichs noch besser gerecht werden zu können.
Am letzten Tag folgten die Teilnehmer einer Einladung ins finnische Parlament, um mit Vertretern des finnischen Außenministeriums und internationalen Wissenschaftlern über die unterschiedlichen Aktivitäten und politischen Entwicklungen im Bereich Peace Mediation in verschiedenen Staaten (Südafrika, Schweden, Finnland, Deutschland, Schweiz) sowie bei den Vereinen Nationen zu diskutieren.
Das nächste Treffen des Mediation Support Network im Jahr 2012 wird durch das West Africa Network for Peacebuilding (WANEP) in Accra, Ghana, ausgerichtet werden.
Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Mediation Support Network:

